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Nachrichten

Mittwoch, 1. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

MOSKAU: Die neue Runde der Sechs-Parteien-Gespräche zum Atomstreit mit Nordkorea soll noch in diesem Jahr stattfinden. Dies teilte der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow im Fernsehen mit. Gastgeber werde wahrscheinlich China sein. Kurz zuvor hatte auch Nordkorea offiziell seine Bereitschaft zu neuen Verhandlungen erklärt. Als Voraussetzung verlangte das Außenministerium aber, dass auch über eine Beendigung der gegen Nordkorea verhängten US-Finanzsanktionen gesprochen werde. - Der Konflikt mit dem kommunistischen Staat hatte sich nach dem ersten Atomwaffentest Anfang Oktober verschärft. Die Sechs-Parteien-Gespräche sind dagegen schon seit einem Jahr unterbrochen. An den bisherigen Verhandlungen nahmen die beiden koreanischen Staaten, die USA, Russland, China und Japan teil.

LONDON: Die NATO verfügt nach eigenen Angaben in Afghanistan nicht über genügend Soldaten, um einen baldigen Sieg über die aufständischen Taliban zu erringen. Die Schutztruppe ISAF werde sich deshalb in den kommenden Monaten verstärkt auf Wiederaufbaumaßnahmen konzentrieren, sagte ihr Oberbefehlshaber, General David Richards, der Zeitung 'Financial Times'. Es sei auch ohne zusätzliche Truppenkontingente möglich, das Vertrauen der Afghanen in die ISAF wie auch in ihre Regierung zu erhöhen. Zugleich zeigte sich Richards überzeugt davon, dass die Schutztruppe in den vergangenen Monaten die Sicherheitslage in Afghanistan stabilisiert habe. - Die ISAF umfasst rund 31.000 Soldaten.

GAZA-STADT: Bei einem groß angelegten Einsatz der israelischen Armee im Norden des Gazastreifens sind mindestens sechs Palästinenser getötet und mehr als 30 verletzt worden. Nach palästinensischen Angaben brachten israelische Soldaten mit Unterstützung von Panzern und Kampfflugzeugen die gesamte Stadt Beit Hanun unter ihre Kontrolle. - Ein Armeesprecher bestätigte lediglich, dass eine - Zitat - 'bedeutende Operation' im Gange sei. Zur Begründung erkärte er, dass aus Beit Hanun seit Anfang des Jahres rund 300 Raketen auf Südisrael abgefeuert worden seien.

BEIRUT: Israel und die Hisbollah verhandeln nach Angaben von deren Führer Scheich Hassan Nasrallah über die Freilassung der zwei israelischen Soldaten, deren Entführung im Juli den Krieg im Libanon ausgelöst hat. Es gebe ernsthafte Gespräche, sagte Nasrallah dem Hisbollah-Sender Al Manar. Ein von UN-Generalsekretär Kofi Annan ernannter Unterhändler sei mit Vertretern beider Seiten zusammengetroffen. Israel nahm zu den Äußerungen nicht Stellung. Die Hisbollah will die beiden Soldaten gegen in Israel einsitzende Libanesen austauschen. Dies lehnt Israel jedoch ab.

TASCHKENT: Außenminister Frank-Walter Steinmeier ist auf der zweiten Station seiner Zentralasien-Reise in Usbekistan eingetroffen. Ein Schwerpunkt seiner Gespräche in der Hauptstadt Taschkent sind die Menschenrechte und die Verfolgung der Opposition. Demonstrativ wollte der Außenminister noch vor einem Treffen mit Staatschef Islam Karimow mit einer bekannten Bürgerrechtlerin zusammenkommen. Neben Turkmenien gilt Usbekistan als das Land in Zentralasien, wo Grundrechte am stärksten unterdrückt werden.

BARCELONA: In der nordostspanischen Region Katalonien haben vorgezogene Parlamentswahlen begonnen. Mehr als 5,3 Millionen Bewohner sind in der wirtschaftsstärksten Region Spaniens zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Neuwahlen wurden notwendig, nachdem die seit drei Jahren regierende Linkskoalition an einem Streit über ein neues Autonomiestatut zerbrochen war. Die Abstimmung könnte einen Machtwechsel in Katalonien einleiten, weil die gemäßigten Nationalisten in letzten Umfragen als Favoriten gesehen wurden.

BERLIN: Kurz vor dem Finanzgipfel der großen Koalition verschärft sich die Debatte um die Verwendung milliardenschwerer Steuer-Mehreinnahmen. SPD-Chef Kurt Beck warnte in der 'Financial Times Deutschland' davor, auf den Geldsegen mit höheren Ausgaben zu reagieren. CSU-Chef Edmund Stoiber sagte dagegen, sinnvoll sei es, die Mehreinnahmen für eine Senkung der Sozialbeiträge zu nutzen. --Der Finanzgipfel findet am Freitag unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel statt.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Bank, Deutschlands größtes Geldhaus, hat im dritten Quartal 2006 den Gewinn um knapp ein Viertel auf 1,24 Milliarden Euro gesteigert, dies aber vor allem durch den Verkauf von Beteiligungen. Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann sagte, die Auftragslage sei gut. Das gelte speziell im Beratungsgeschäft bei Fusionen und Übernahmen.

HAMBURG: An der deutschen Nordseeküste droht eine schwere Sturmflut. Orkanartige Böen fegten mit Geschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern über Ostfriesland hinweg. Es gibt Unwetterwarnungen für Schleswig-Holstein, Teile Niedersachsens und Hamburg. In der Hansestadt wurden Teile des Hafens gesperrt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stürmisch mit Regen-, Schnee- und Graupelschauern. Höchstwerte sechs bis elf Grad. Auf den Bergen und an der Küste Gefahr von Orkanböen.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: 4 °, stark bewölkt;
Berlin und Dresden: 7 °, leicht bewölkt;
Köln/Bonn: 6 °, nach Schauer;
Frankfurt am Main: 8 °, kurze Schauer und
München: 7 °, nach Regen.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 01.11.2006
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  • Datum 01.11.2006
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