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Nachrichten

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

ASTANA: Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE hat nach den Worten von Bundeskanzlerin Merkel noch erhebliche Mängel als Instrument der Konfliktlösung. Die Organisation sei vom Ziel eines kooperativen Sicherheitsforums noch weit entfernt, sagte Merkel beim OSZE-Gipfel in Kasachstans Hauptstadt Astana. Eindringlich forderte sie die Einhaltung der Menschenrechte in allen 56 Mitgliedsstaaten. US-Außenministerin Clinton appellierte an die OSZE, die seit Jahren bestehenden Konflikte in Osteuropa und Zentralasien zu lösen und zum Beispiel mehr Präsenz im Kaukasus zu zeigen.

STOCKHOLM: Der Gründer der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, wird jetzt auch mit internationalem Haftbefehl gesucht. Die schwedische Staatsanwaltschaft hatte schon Mitte November gegen den 39-jährigen Australier einen Haftbefehl ausgestellt. Zur Last gelegt werden ihm Vergewaltigung und sexuelle Belästigung von zwei Frauen. Assange bestreitet die Vorwürfe und spricht von einer Kampagne der US-Geheimdienste gegen ihn und Wikileaks. Er war schon vor einiger Zeit untergetaucht. Nach den jüngsten Enthüllungen von Wikileaks hat die US-Regierung damit begonnen, ihre vertraulichen Dokumente besser zu schützen. Das Außenministerium kappte seine Datenbank für diplomatische Depeschen von einem Computer-Netzwerk der Armee. Somit können deutlich weniger Beschäftigte auf vertrauliche Texte zurückgreifen.

STUTTGART: Nach Abschluss sechswöchiger Vermittlungsgespräche zum Bahnprojekt "Stuttgart 21" hat sich Schlichter Geißler für eine Fortsetzung des Großvorhabens ausgesprochen, aber umfangreiche Nachbesserungen gefordert. Geißler plädierte für ein "Stuttgart 21 Plus", das leistungsfähiger, sicherer und umweltfreudlicher als das jetzige Konzept sein müsse. Mit einem so genannten "Stresstest", einer Computersimulation, soll die Bahn zudem nachweisen, dass ihr geplanter Tiefbahnhof in Spitzenzeiten seine Leistung um 30 Prozent steigern könnte. Umstritten sind jetzt vor allem die erwarteten Mehrkosten. Bundesverkehrsminister Ramsauer ließ in einem Interview der "Leipziger Volkszeitung" erkennen, dass der Bund möglicherweise einen größeren Anteil übernehmen werde. Die Projektgegner kündigten für den 11. Dezember neue Massenproteste an.

SEOUL: Ungeachtet der Proteste Nordkoreas gegen ein aktuelles Marine-Großmanöver wollen die USA und Südkorea schon bald eine weitere Militärübung vor der koreanischen Halbinsel abhalten. Wie die Militärführung Südkoreas mitteilte, ist als Zeitraum noch dieser Monat oder Anfang kommenden Jahres im Gespräch. In Peking forderte die chinesische Führung nochmals die Konfliktparteien auf, alles zu unterlassen, was zur Eskalation beitragen könnte.

TRIPOLIS: Zum Abschluss des dritten EU-Afrika-Gipfels haben die Teilnehmer aus 80 Ländern einen Ausbau ihrer Partnerschaft beschlossen. Ein in der libyschen Hauptstadt verabschiedeter Aktionsplan sieht eine engere Zusammenarbeit in den Bereichen Demokratie, Menschenrechte und Sicherheit vor. Bei dem zweitägigen Treffen gab es aber auch massive Differenzen. Für Streit sorgten vor allem die von Brüssel angestrebten Wirtschafts- und Handelsabkommen. Aus EU-Sicht sind die Öffnung der Märkte und eine stärkere Betonung der Privatwirtschaft zentrale Instrumente, um die Armut in Afrika zu bekämpfen. Die Afrikaner befürchten dagegen, dass ihre Märkte mit europäischen Überschussprodukten überschwemmt werden.

NEW YORK: Die Vereinten Nationen wollen erreichen, dass schon in fünf Jahren kein Baby mehr mit dem Aidserreger HIV geboren wird. Die Übertragung des Virus von Mutter zu Kind lasse sich bis 2015 weltweit verhindern, betont das Hilfswerk UNICEF gemeinsam mit anderen UN-Organisationen in einem Report, der zum diesjährigen Weltaidstag in New York vorgestellt wurde. Um das Ziel zu erreichen, müssten die Anstrengungen aber verstärkt werden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden zunächst noch heitere Abschnitte. Sonst meist stark bewölkt und teils kräftiger Schneefall. Abkühlung auf minus elf bis null Grad.

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