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Nachrichten

Mittwoch, 1. August 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

SEOUL/KABUL: Die Familien der in Afghanistan entführten Südkoreaner haben die USA um aktive Hilfe bei der Lösung des Geiseldramas gebeten. Sie übergaben dem US-Botschafter in Seoul ein entsprechendes Schreiben. Die Taliban drohten nach Ablauf ihres neuen Ultimatums an diesem Mittwoch damit, weitere ihrer noch 21 Geiseln zu töten, falls ihre Forderung nach Freilassung von Gesinnungsgenossen aus Gefängnissen nicht erfüllt werde. Von dem entführten deutschen Bauingenieur hatte es mit der Ausstrahlung eines Videos durch den Sender El Dschasira am Dienstagabend ein erstes Lebenszeichen gegeben. Das Video soll bereits mehrere Tage alt sein.

NEW YORK: Der Beschluss des Weltsicherheitsrats, eine aus bis zu 26.000 Mann bestehende Friedenstruppe in der sudanesischen Krisenregion Darfur zu stationieren, ist international begrüßt worden. Frankreich und Australien versprachen bereits, Soldaten bereit zu stellen; Deutschland lehnte ab, weitere Soldaten zu schicken. Der Sudan kündigte seine Zusammenarbeit mit der Truppe an. Die meisten Bedenken der Regierung seien berücksichtigt worden. Die Friedenstruppe aus Soldaten der Afrikanischen Union und UN-Blauhelmen soll bis Jahresende in Darfur stationiert werden, um anhaltende Übergriffe arabischer Reitermilizen gegen die afrikanische Bevölkerung zu verhindern. Gegebenenfalls darf auch Waffengewalt angewandt werden.

NEW YORK: Der australische Medienmogul Rupert Murdoch übernimmt den US-Medienkonzern Dow Jones. Nach langen Verhandlungen mit der Bancroft-Familie, die den Konzern seit fast 100 Jahren kontrolliert, wurde am Dienstag ein entsprecher Vertrag unterzeichnet. Murdochs Konzern News Corporation zahlt 5,6 Milliarden Dollar und akzeptiert unter anderem eine Überwachung der redaktionellen Unabhängigkeit durch ein fünfköpfiges Gremium. Befürchtet worden war, dass der als konservativ geltende Murdoch zu viel inhaltlichen Einfluss nehmen könnte. Zum Dow Jones-Konzern gehören unter anderem das 'Wall Street Journal' sowie der Finanznachrichtendienst Dow Jones Newswires.

BAGDAD: Die größte sunnitische Partei im Irak, die Irakische Konsensfront, hat sich aus der Regierung der nationalen Einheit zurückgezogen. Regierungschef Nuri al-Maliki habe die Forderungen der Partei nicht erfüllt, hieß es zur Begründung. Dazu gehörte etwa ein größeres Mitspracherecht in Sicherheitsfragen. Seit vergangener Woche hatten die sechs Minister der Konsensfront nicht mehr an Sitzungen teilgenommen. Im Juni hatten bereits die sechs Minister, die vom radikalen Schiiten-Prediger Moktada el Sadr entsandt worden waren, ihre Arbeit eingestellt.

WASHINGTON: US-Präsident George W. Bush hat beim Kongress weitere 5,3 Milliarden Dollar für den Irak-Krieg beantragt. Damit sollen neue, bombensichere Militärfahrzeuge angeschafft werden. Bereits bewilligt sind Gelder in etwa derselben Höhe für minensichere Fahrzeuge. Für das Anfang Oktober beginnende neue Haushaltsjahr hatte das Verteidigungsministerium urspünglich rund 142 Milliarden Dollar für die Einsätze im Irak und in Afghanistan veranschlagt.

JERUSALEM: US-Außenministerin Condoleezza Rice ist in Israel eingetroffen. Sie will dort mit Premier Ehud Olmert und Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas unter anderem über die von Präsident George W. Bush geplante internationale Nahost-Friedenskonferenz sprechen. Von Saudi Arabien hatte sie zuvor die grundsätzliche Zusage einer Teilnahme erhalten. Der saudische Außenminister Saud al-Faissal forderte Israel aber auf, stärker auf die internationale Bewegung für einen Frieden im Nahen Osten zu reagieren. Bereits am Dienstag hatte sich auch Syrien grundsätzlich zur Teilnahme an der Konferenz bereiterklärt. Diese soll wahrscheinlich im September stattfinden.

ISLAMABAD: Pakistans Präsident Pervez Musharraf hat öffentlich die Wiedereinsetzung des Richters am Obersten Gerichtshof, Iftikar Mohammed Chaudry, akzeptiert. Er wolle in Frieden mit ihm leben und habe zu keiner Zeit versucht, die Justiz für politische Zwecke zu missbrauchen. Musharraf hatte Chaudry Anfang März mit der Begründung abgesetzt, er habe seine Macht missbraucht. Wochenlange Proteste folgten. Beobachter sahen in Musharrafs Entscheidung den Versuch, einen möglichen Gerichtsentscheid gegen seine Doppelfunktion als Präsident und Armeechef des Landes zu verhindern. Er will in dieser Doppelfunktion bei der für das Jahresende geplanten Wahl kandidieren.

BERLIN: Neun Jahre nach ihrer Einführung und nach diversen Änderungen ist die Reform der deutschen Rechtschreibung endgültig in Kraft getreten. Zum 1. August endet die einjährige Übergangsfrist für die Änderungen an dem staatlichen Regelwerk. Wegen heftiger Kritik an vielen neuen Schreibweisen war die so genannte Rechtschreibreform in besonders umstrittenen Bereichen nochmals geändert worden. Die Neuerungen betreffen die Groß- und Kleinschreibung, die Getrennt- und Zusammenschreibung, die Zeichensetzung und die Worttrennung am Zeilenende.

BERLIN: In drei Bundesländern sind erstmals in Deutschland Gesetze zum Nichtraucherschutz in Kraft getreten. In Baden Württemberg und Niedersachsen ist das Rauchen in Gaststätten, Schulen, Ämtern und Krankenhäusern verboten. Mecklenburg-Vorpommern verbannt die Zigaretten zunächst nur aus Kliniken, Behörden und Schulen. Rauchsündern drohen je nach Verstoß bis zu 1.000 Euro Geldstrafe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig und trocken. Im Norden und Nordosten im Tagesverlauf zunehmend wolkig. Höchstwerte 19 bis 27 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg und Berlin: 18 Grad, wolkig; ;
Dresden: 17 Grad, wolkig;
Köln/Bonn und
Frankfurt am Main: 19 Grad, wolkenlos und
München: 18 Grad, wolkenlos.

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