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Nachrichten

Mittwoch, 1. April 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LONDON: In der britischen Hauptstadt beginnt an diesem Mittwoch der zweite Weltfinanzgipfel. Ziel des Treffens der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G 20) ist, die globalen Finanzmärkte durch schärfere Regeln und eine strengere Aufsicht gegen Krisen zu wappnen. Im Vorfeld trifft US-Präsident Barack Obama erstmals seine Kollegen aus Russland und China, Dmitri Medwedew und Hu Jintao. Aus beiden Staaten war die Forderung erhoben worden, die Vorherrschaft des US-Dollars durch eine neue globale Währung abzulösen.

PARIS: Vor dem Gipfel der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G 20) in London hat der französische Präsident Nicolas Sarkozy deutliche Nachbesserungen bei den Entwürfen für eine gemeinsame Erklärung gefordert. Notwendig seien zum Beispiel konkrete Schritte gegen spekulative Fonds und Steueroasen sowie Auflagen für Ratingagenturen. Weder Deutschland noch Frankreich seien mit dem derzeitigen Verhandlungsstand zufrieden, sagte Sarkozy im französischen Radiosender Europe 1. Bei dem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Vorabend habe Übereinstimmung geherrscht, dass die aktuellen Vorschläge nicht ausreichten. Für Aufsehen sorgte Sarkozy mit seiner Drohung, den Gipfel notfalls platzen zu lassen, sollte dieser auf einen "faulen Kompromiss" hinauslaufen.

JERUSALEM: Sieben Wochen nach der Parlamentswahl in Israel hat die Knesset der neuen Regierung des konservativen Likud-Politikers Benjamin Netanjahu das Vertrauen ausgesprochen. 69 der 120 Abgeordneten stimmten mit Ja. Als Folge der Koalitionsverhandlungen gehören dem Kabinett 30 Minister und acht Vizeminister aus fünf Parteien an, was Zweifel am Erfolg des Bündnisses nährte. Die Vereidigung von Außenminister Avigdor Lieberman von der ultranationalistischen Partei "Unser Haus Israel" wurde von Buhrufen der Opposition begleitet. --- Vor der Abstimmung hatte sich Netanjahu grundsätzlich zu Verhandlungen mit den Palästinensern bereiterklärt. Zu der von den USA und der EU geforderten Zwei-Staaten-Lösung bekannte er sich aber nicht. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas appellierte an die internationale Gemeinschaft, Druck auf die Regierung Israels auszuüben.

BERLIN: Die Bundesregierung hat die Pläne der USA für eine Mitarbeit im Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen begrüßt. Dies sei ein gutes Zeichen, sagte der Menschenrechtsbeauftragte des Auswärtigen Amtes, Günther Nooke, in Berlin. Die Regierung von US-Präsident Barack Obama hatte angekündigt, dass sie entgegen der Politik des früheren Präsidenten George W. Bush künftig einen Sitz im UN-Menschenrechtsrat anstrebe. Bisher hatten die USA eine Mitarbeit abgelehnt, weil der Menschenrechtsrat die Politik Israels einseitig kritisiere.

KABUL: Die afghanische Regierung hat von mehreren schweren Schlachten mit Aufständischen berichtet. Sicherheitskräfte und Soldaten der Koalitionstruppen hätten am Dienstag in den Provinzen Helmand und Urusgan mehr als 60 Taliban-Kämpfer getötet, teilte das Innenministerium mit. Bei einem Überfall von Extremisten auf Gebäude der Provinzverwaltung in Kandahar wurden nach noch widersprüchlichen Angaben der Behörden mindestens fünf Zivilisten und ein Polizist getötet. Zwei Selbstmordattentäter sollen von der Polizei erschossen worden sein, einer sich selbst in die Luft gesprengt haben.

ISLAMABAD/ ANKARA: Bei einem mutmaßlichen amerikanischen Raketenangriff im Nordwesten Pakistans sind mindestens zehn Menschen getötet worden. Dies berichteten lokale Behörden und Sicherheitskräfte. Bei den Opfern handele es sich vermutlich um Extremisten, verlautete aus Geheimdienstkreisen. Ziel des Angriffs zweier Drohnen war demnach ein Versteck von Aufständischen nahe der afghanischen Grenze. --- Die Präsidenten Pakistans und Afghanistans, Asif Ali Zardari und Hamid Karsai, berieten in Ankara über die Sicherheitslage vor allem in der Grenzregion. Gastgeber der Gespräche, an denen auch die Militär- und Geheimdienstchefs teilnahmen, war der türkische Präsident Abdullah Gül.

DETROIT: Im Überlebenskampf des US-Autobauers General Motors mehren sich die Anzeichen für eine geordnete Insolvenz. Ein solches Verfahren sei in den letzten Tagen "wahrscheinlicher" geworden, sogar noch vor Ablauf der 60-Tage-Frist der US-Regierung, sagte der neue GM-Chef Fritz Henderson in Detroit. Laut Wirtschaftsmedien hält man im Weißen Haus einen Konkurs für die beste Lösung. Man erwäge, GM in profitable und nicht zukunftsfähige Unternehmensteile aufzuspalten und so einen Neuanfang zu ermöglichen. Henderson schloss auch die Schließung weiterer Werke in den USA nicht aus, nachdem vor Wochen schon das Ende für fünf Standorte bekanntgegeben worden war. - Eine Aufspaltung von Unternehmensteilen wird laut "Wall Street Journal" auch für den kriselnden Autokonzern Chrysler erwogen.

FRANKFURT AM MAIN: Bei den Tarifverhandlungen für die rund 85.000 Beschäftigten der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben Arbeitgeber und Gewerkschaften einen Kompromiss erzielt. Danach erhalten die Beschäftigten für das Jahr 2009 eine Einmalzahlung von 350 Euro und ab 1. Januar 2010 eine Lohnerhöhung von zwei Prozent. Die Gewerkschaft IG Metall hatte 4,5 Prozent mehr Geld gefordert. - Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 17 Monaten.

FRANKFURT AM MAIN: Die Talfahrt im deutschen Maschinenbau hat sich weiter beschleunigt. Im Februar lagen die Auftragseingänge real 49 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau in Frankfurt am Main mitteilte. Für das laufende Jahr rechnet der Verband mit einem Rückgang der Produktion um zehn bis 20 Prozent. Der Maschinenbau ist einer der größten Industriezweige in Deutschland.

BUENOS AIRES: Der frühere argentinische Präsident Raúl Alfonsín ist im Alter von 82 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Dies teilte sein Arzt in Buenos Aires mit. Alfonsín gilt als die Symbolfigur für Argentiniens Rückkehr zur Demokratie 1983 nach siebenjähriger Militärdiktatur. Während seiner bis 1989 dauernden Amtszeit wurden führende Militärs wegen zehntausendfachen Mordes sowie Folter und Entführung von Regimegegnern zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Alfonsín gehörte der in der politischen Mitte angesiedelten Radikalen Bürgerunion an.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überwiegend heiter, trocken und bis zu 18 Grad Celsius warm.


Zuletzt meldeten bei überwiegend wolkenlosem Himmel:


Hamburg und Köln/Bonn: 4 Grad;

Berlin: 6 Grad;

Dresden: 3 Grad;

Frankfurt am Main: 8 Grad und

München: 5 Grad.

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