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Nachrichten

Mittwoch, 04. Januar 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

MOSKAU: Russland und die Ukraine haben ihren Gas-Streit beigelegt. Die Chefs der beiden führenden Energieversorger teilten nach Verhandlungen in Moskau mit, man habe einen Fünf-Jahres-Vertrag geschlossen, der Preiserhöhungen für beide Länder beinhalte. Nach einem komplizierten System zahlt die Ukraine jetzt 95 statt bislang 50 Dollar für erhaltene Gaslieferungen. Russland seinerseits zahlt mehr für den Transit seines Gases durch die Ukraine Richtung West- und Mitteleuropa. Russland hatte Ende Dezember die Lieferung an die Ukraine eingestellt, weil diese einer Verfünffachung des Preises auf 250 Dollar nicht zustimmen wollte.

MÜNCHEN: In der eingestürzten Eissporthalle in Bad Reichenhall suchen die Rettungskräfte nach stundenlanger Zwangspause wieder gezielt nach den noch unter den Trümmern vermissten Personen. Dabei wurde ein zwölftes Todesopfer gefunden. Drei Menschen werden noch vermisst. Mit schwerem Räumgerät waren zuvor Teile des Gebäudes abgetragen worden, um einen gesicherten Zugang zur trümmerübersäten Eisfläche zu ermöglichen. Auf der inzwischen etwa zur Hälfte betretbaren Eisfläche wird mit Rettungshunden nach den Verschütteten gesucht. Am Abend hatten mehrere hundert Bürger in Bad Reichenhall mit einer Lichterkette der Unglücksopfer gedacht. Das Dach der Halle war am Montag unter einer Schneelast zusammengebrochen.

BERLIN: Die anhaltend instabile Lage im Irak bedroht laut Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm auch die Sicherheit in Deutschland. Die Bundesrepublik sei wie andere westeuropäische Länder sehr stark gefährdet, sagte Fromm dem Zweiten Deutschen Fernsehen. Vor allem die wachsende Zahl militanter Moslems, die im Irak gegen die Besatzungstruppen kämpften und anschließend nach Europa zurückkehrten, bereite den Sicherheitsbehörden Sorgen. Deutschland gerate auch wegen seiner Ausbildung irakischer Polizisten ins Visier der Extremisten. -- Nach ZDF-Informationen sind in den letzten zwei Jahren mindestens 300 Islamisten aus Westeuropa in den Irak gereist, um dort am Kampf gegen die amerikanischen, britischen und irakischen Truppen teilzunehmen.

MÜNCHEN: Die CSU-Landesgruppe im Bundestag hat ihre traditionelle Winterklausur im oberbayerischen Wildbad Kreuth mit Beratungen über die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik fortgesetzt. Als Gast ist der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, geladen. Die Bundesminister Michael Glos und Horst Seehofer wollen aus ihren Ressorts Wirtschaft und Verbraucherschutz berichten. Glos und auch CSU-Chef Edmund Stoiber verlangten angesichts des Gas-Streits zwischen Russland und der Ukraine eine rasche Debatte über eine Verlängerung der Laufzeiten für deutsche Atomkraftwerke. Die SPD lehnt das ab. Bundesmweltminister Sigmar Gabriel verwies auf den Koalitionsvertrag, in dem am Atomausstieg bis 2020 festgehalten wird.

WASHINGTON: Die USA wollen im Streit zwischen Israel und den Palästinensern über das Abhalten der Parlamentswahl in Ost-Jerusalem vermitteln. Ein Sprecher des Außenministeriums kündigte an, zwei hohe Regierungsbeamte würden an diesem Mittwoch in die Region reisen. Zugleich forderte er dazu auf, an dem für den 25. Januar geplanten Wahltermin festzuhalten. Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hatte damit gedroht, die Wahl für ein neues Parlament abzusagen, falls die Palästinenser im arabischen Ost-Teil Jerusalems nicht teilnehmen dürften. Israelische Polizisten behinderten dort am Dienstag Wahlkampfauftritte palästinensischer Politiker.

TEHERAN: Der Iran will nach einer über zweijährigen Pause seine Forschungsprojekte zur Produktion von atomaren Brennstoffen wieder aufnehmen. Das Moratorium habe die Wissenschaftler erheblich in Rückstand gebracht, sagte der Vize-Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Mohammad Saidi, im Staatsfernsehen. In Wien teilte die Internationale Atomenergie-Organisation mit, sie sei von Teheran über den Schritt unterrichtet worden. Demnach sollen die Forschungsarbeiten am 9. Januar fortgesetzt werden. --- Aus dem US- Außenministerium hieß es, die internationale Gemeinschaft müsse mit härteren Maßnahmen gegen Iran vorgehen, falls dort weitere Schritte zur Unan-Anreicherung unternommen würden.

WASHINGTON: Entgegen ersten Berichten sind doch fast alle bei einer Grubenexplosion im US-Bundesstaat West Virginia verschütteten Bergarbeiter ums Leben gekommen. Nur einer der 13 Bergarbeiter konnte lebend geborgen werden. Ein Sprecher der Bergbaugesellschaft machte ein Missverständnis für die Berichte verantwortlich, alle zwölf seien mehr als 41 Stunden nach der Methangas-Explosion in der Kohlegrube in Tallmansville gerettet worden.

JAKARTA: Bei einem weiteren schweren Erdrutsch auf der indonesischen Insel Java könnten laut Regionalverwaltung bis zu 160 Menschen ums Leben gekommen sein. Mehr als 100 Häuser in der Ortschaft Cijeruk, 350 Kilometer östlich von Jakarta, wurden verschüttet. Zahlreiche Polizisten und Freiwillige suchten unter den Schlamm- und Geröllmassen, fanden aber nur wenige Überlebende.

BERLIN: Im vergangenen Jahr hat die Gewalt gegen Journalisten weiter zugenommen. Nach Angaben der Organisation 'Reporter ohne Grenzen' wurden 63 Journalisten und fünf Medienmitarbeiter im Jahr 2005 bei ihrer Arbeit getötet, zehn mehr als im Jahr davor. Weiterhin am gefährlichsten ist die Berichterstattung im Irak. Auch nahmen weltweit die Beschränkung der Medienfreiheit sowie Inhaftierungen von Reportern zu. An vorderster Stelle stehen dabei China, Nepal, Kuba, Äthiopien und Eritrea.

ZUM FUßBALL: Schalke 04 hat Mirko Slomka zum Cheftrainer befördert. Er tritt die Nachfolge von Ralf Rangnick an. Seit 1. Oktober 2004 steht der 38-Jährige bereits als Co-Trainer in Diensten der Königsblauen. Slomkas Vertrag gelte zunächst bis zum Ende der Bundesliga-Saison, gab Teammanager Andreas Müller bekannt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet stark bewölkt, dabei weitgehend trocken. Im Westen und Süden etwas Sonne, im Osten weitere Schneeschauer. Tageshöchstwerte minus zwei bis plus drei Grad.

  • Datum 04.01.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/7k0c
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