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Nachrichten

Mittwoch, 03. Mai 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Die beiden freigelassenen deutschen Irak-Geiseln sind nach Einschätzung des Auswärtigen Amts offenbar Opfer von Entführern mit kriminellem Hintergrund geworden. Staatsminister Gernot Erler sagte, dies sei bei der Analyse der Videos deutlich geworden. Zugleich sprach er von einer engen Zusammenarbeit verschiedener Staaten und Persönlichkeiten im Irak, die zur der Freilassung geführt habe. Zu den genauen Umständen und besonders zu möglichen Lösegeldzahlungen wollte sich Erler nicht äußern. Rene Bräunlich und Thomas Nitzschke waren nach dreimonatiger Geiselhaft im Irak am Dienstag freigekommen.

BERLIN: Das Bundeskabinett berät über Korrekturen bei der Arbeitsmarktreform Hartz IV. Vor allem durch eine verbesserte Bekämpfung von Leistungsmissbrauch erhofft sich der Bund jährliche Einsparungen in Milliardenhöhe. So sollen die Sanktionen gegen arbeitsunwillige Leistungsbezieher verschärft und der Kreis der Anspruchsberechtigten genauer erfasst werden. Uneinigkeit besteht noch darüber, inwieweit angespartes Vermögen zur Altersvorsorge in die Berechnung des Anspruches auf Arbeitslosengeld einfließen soll.

MOSKAU: Vor der russischen Schwarzmeerküste ist ein armenisches Passagierflugzeug abgestürzt. Nach Angaben der russischen Behörden überlebte keiner der mehr als 110 Insassen das Unglück. Bislang wurden 18 Menschen tot geborgen. Der Airbus A 320 kam aus der armenischen Hauptstadt Eriwan. Wegen schlechten Wetters hatte die Maschine vor der Landung auf die Küstenstadt Sotschi zunächst kehrt gemacht, startete aber später einen weiteren Versuch. Dabei stürzte sie aus noch ungeklärtem Grund ab. Die Bergungsarbeiten werden durch heftige Regenfälle behindert.

WASHINGTON: Die USA planen bei einem Nein zu UN-Sanktionen gegen den Iran eigene Maßnahmen. UN-Botschafter John Bolton sagte bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus, sein Land sei dazu bereit, auch außerhalb eines UN-Mandats mit anderen Ländern eine Koalition für Sanktionen zu bilden. Am Dienstag hatten sich führende Vertreter der fünf ständigen Weltsicherheitsratsmitglieder und Deutschlands bei einem Treffen in Paris weiterhin nicht auf ein gemeinsames Vorgehen im Atomstreit einigen können. Russland und China lehnen die Androhung von Sanktionen ab.

BERLIN: Nach Gesprächen in Teheran hat der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestags, Ruprecht Polenz, den Kurs von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Atomkonflikt mit dem Iran nachhaltig unterstützt. Alle Anstrengungen für eine Lösung müssten darauf gerichtet sein, die klare Haltung der internationalen Gemeinschaft gegen den Iran aufrecht zu erhalten, sagte der CDU-Politiker vor Beginn einer USA-Reise Merkels an diesem Mittwoch. Die Kanzlerin will bei ihrem Treffen mit US-Präsident George W. Bush über das weitere Vorgehen im Atomkonflikt sprechen.

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan hat eine neue Strategie für den Kampf gegen den Terrorismus vorgestellt. In dem 32-seitigen Konzept betont Annan, Voraussetzung für eine effektive Anti-Terror-Strategie sei die Verteidigung der Menschenrechte in aller Welt. Notwendig sei zudem, Bioterrorismus und die zunehmende Nutzung des Internets für Terrorzwecke zu bekämpfen. Darüber hinaus müsse verhindert werden, dass Terroristen sich durch Geldwäsche sowie Drogen- und Menschenhandel finanzielle Mittel beschafften. - Annan reagierte mit dem Konzept auf die Forderung zahlreicher Staaten, die UN sollten den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus koordinieren.

PEKING: Trotz Widerstands des Vatikan hat die chinesische Staatskirche einen zweiten eigenen Bischof installiert. Im Hongkonger Fernsehen waren Bilder der Zeremonie zu sehen. Am Dienstag hatte Hongkongs Kardinal Joseph Zen gefordert, die Verhandlungen des Vatikan mit China über eine Wiederaufnahme der 1951 abgebrochenen diplomatischen Beziehungen abzubrechen. China soll 20 weitere Bischofsernennungen planen. Die dortige Kirche ist gespalten in die Staatskirche, die den Papst nicht anerkennt und die so genannte Untergrundkirche.

WOLSBURG: Nach einer monatelangen Hängepartie ist der Vertrag von VW-Chef Bernd Pischetsrieder bis 2012 verlängert worden. Nach Angaben des Konzerns fiel die Entscheidung einstimmig. Pischetsrieder hat jetzt freiere Hand bei der anstehenden Sanierung von Europas größtem Autokonzern. Im Mittelpunkt stehen die Probleme der Kernmarke VW, die vergangenes Jahr nur knapp an den roten Zahlen vorbeischrammte.

PARIS: Im vergangenen Jahr sind nach Angaben der Organisation 'Reporter ohne Grenzen', RSF, mindestens 63 Journalisten und fünf weitere Medienmitarbeiter in Ausübung ihres Berufs getötet worden. Dies sei die höchste Zahl seit zehn Jahren, teilte die Organisation aus Anlaß des Internationalen Tages der Pressefreiheit mit. - Gefährlichstes Land bleibe der Irak, wo seit dem Krieg ab März 2003 insgesamt 87 Journalisten ums Leben gekommen seien. - Nach einer in New York veröffentlichten Studie des 'Komitees zum Schutz von Journalisten' werden die Medien in keinem Land so kontrolliert wie im kommunistischen Nordkorea.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Überall sonnig und trocken. Temperaturen zwischen 21 Grad Celsius im Norden und 28 Grad im Süden.

  • Datum 03.05.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/8M7O
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