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Nachrichten

Mittwoch, 01. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Dienstag.

KABUL: US-Präsident George Bush ist erstmals zu einem Besuch in Afghanistan. Er landete zu Beginn einer mehrtägigen Asienreise überraschend auf dem Luftwaffenstützpunkt Bagram. Wie aus Kabul verlautet, wird Bush den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai und andere Vertreter der von den USA gestützten Regierung treffen. Von Afghanistan reist der US-Präsident zu einem dreitägigen Staatsbesuch nach Indien. In der Hauptstadt Neu-Delhi protestierten im Vorfeld bereits Zehntausende vorwiegend moslemische Demonstranten gegen die US-Militäreinsätze in Afghanistan und im Irak. Am Samstag wird Bush in Pakistan erwartet.

ISLAMABAD: Die pakistanischen Streitkräfte haben im Grenzgebiet zu Afghanistan ein Lager bewaffneter Kämpfer angegriffen und nach eigenen Angaben mindestens 25 von ihnen getötet oder verletzt. Wie die örtlichen Behörden weiter mitteilten, handelte es sich um Ausländer, die aus Afghanistan in ihr Trainingslager nahe der Ortschaft Saidgi zurückgekehrt seien.

MOSKAU: Iran und Russland setzen ihre Verhandlungen über einen Ausweg im internationalen Atomstreit fort. Nach Angaben aus Moskau wird dazu eine iranische Delegation unter Leitung von Unterhändler Ali Laridschani mit dem russischen Sicherheitsratschef Igor Iwanow zusammentreffen. Russland will den Iran überzeugen, gemeinsam Uran auf russischem Gebiet anzureichern. Dadurch sollen die Sorgen der internationalen Gemeinschaft zerstreut werden, der Iran könnte heimlich eine Atombombe bauen. Irans Außenminister Manuscher Mottaki sagte zum Abschluss eines Besuches in Japan, man versuche das Kernkraftprogramm überprüfbar zu machen und eine politische Brücke zum Westen zu bauen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte sich zuvor optimistisch über ein baldiges Atom-Abkommen geäußert.

BAGDAD: Terror und Gewalt im Irak halten an. Durch die Explosion einer Autobombe starben in der Innenstadt Bagdads mindestens drei Menschen. Weitere zehn seien verletzt worden, melden die örtlichen Behörden. Am Vortag waren bei einer Serie von Attentaten im Irak mindestens 60 Menschen getötet worden.

NEW YORK: Der Sondergesandte der Vereinten Nationen im Sudan, Jan Pronk, hat vor einer von der NATO angeführten UN-Mission in der Krisenprovinz Darfur gewarnt. Wegen einer dort vorherrschenden Stimmung gegen die Vereinten Nationen führe ein derartiger Militäreinsatz für ihn mit Sicherheit in ein Desaster, sagte er in New York. Nicht nur die sudanesische Regierung sondern auch die Bevölkerung lehne den Einsatz von UN-Truppen als Ersatz für die rund 7.000 Soldaten der Afrikanischen Union ab, so Pronk. Vertreter der Rebellen von der so genannten 'Sudanesischen Befreiungsfront' bestanden dagegen im Interview mit der Deutschen Welle auf einem Einsatz von UN-Truppen zum Schutz gegen Gewalt und Vertreibung.

BRÜSSEL: Die EU-Kommission wird Deutschland an diesem Mittwoch wahrscheinlich mit Sanktionen drohen, falls es im kommenden Jahr die Defizitgrenze nicht einhält. Grund ist, dass Deutschland auch in diesem Jahr -und damit das fünfte Jahr in Folge- wieder über der im Maastricht-Vertrag festgelegten Neuverschuldungsgrenze von drei Prozent liegt. Wie vorab verlautete, hat sich EU-Währungskommissar Joáquin Almunia mit der Bundesregierung auf einen Zeitplan zur Sanierung des Bundesetats geeinigt. Falls bis 2007 das Defizit nicht unter drei Prozent sinkt, muss sich die Bundesregierung auf Sanktionen bis hin zu Milliarden-Euro-Strafzahlungen einstellen.

BERLIN: Nach dem Übergreifen der Vogelgrippe auf ein Säugetier will der Nationale Krisenstab Tierseuchenbekämpfung an diesem Mittwoch über die Konsequenzen beraten. Eine tote Katze von der Insel Rügen war mit dem Erreger H5N1 infiziert. Ob es sich um den für Menschen gefährlichen Asia-Stamm handelt, wird noch untersucht. Vermutet wird, dass das wildlaufende Tier mit dem Virus infizierte tote Wildvögel gefressen hat. Inzwischen sind fünf Bundesländer von der Vogelgrippe betroffen. In Bayern und Baden-Württemberg müssen Katzen in den Sperrbezirken ab sofort im Haus bleiben und Hunde angeleint werden.

BERLIN: Führende Vertreter von CDU/CSU und SPD haben eine positive Bilanz der seit 100 Tagen amtierenden großen Koalition gezogen. Unionsfraktionschef Volker Kauder begrüßte vor allem die Einigung bei der Föderalismusreform sowie die begonnene Konsolidierung des Bundesetats. Vize-SPD-Fraktionschef Ludwig Stiegler zeigte sich zufrieden über die Zusammenarbeit mit Kanzlerin Angela Merkel. An diesem Mittwoch finden die traditionellen politischen Aschermittwoch-Kundgebungen der Parteien statt. Diese werden traditionell zum politischen Schlagabtausch genutzt.

STUTTGART: Begleitet von weiteren Streiks sollen an diesem Mittwoch die Verhandlungen für die kommunalen Beschäftigten in Baden-Württemberg weitergehen. Ohne greifbare Annäherung waren sie gestern vertagt worden. Laut der Gewerkschaft Verdi beharren die Arbeitgeber weiter auf einer Erhöhung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich. In Nordrhein-Westfalen gingen nach Ende der Karnevalspause die Streiks an den Unikliniken weiter. Derweil legten auch Ärzte an Unikliniken in mehreren Bundesländern erneut ihre Arbeit nieder. Sie wollen damit Druck auf die Länder-Arbeitgeber vor der für Freitag geplanten Fortsetzung der Tarifverhandlungen machen.

STUTTGART: Im traditionellen Pilotbezirk Baden-Württemberg haben die ersten Warnstreiks im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Mehrere hundert Beschäftigte legten bei DaimlerChrysler in Sindelfingen die Arbeit nieder. Bei den Verhandlungen für die rund 800.000 Beschäftigten der Branche im Südwesten geht es auch um den Erhalt einer bezahlten Erholungszeit von acht Minuten pro Stunde für Band- und Akkordarbeiter. Bundesweit fordert die IG-Metall für die insgesamt 3,4 Millionen Beschäftigten Lohnerhöhungen von fünf Prozent. Erste Verhandlungsrunden in mehreren Bezirken waren ohne Einigung zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber beharren auf einem kostenneutralen Abschluss.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Rasch wechselnde Bewölkung mit Schneeregen-, Schnee- und Graupelschauern. Tageswerte zwischen null und fünf Grad.

  • Datum 01.03.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/83NH
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