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Ostmitteleuropa

Mitarbeiter mit kommunistischer Vergangenheit sollen Tschechiens militärischen Geheimdienst verlassen

Prag, 10.3.2003, CTK, engl.

Über 100 Angehörige des militärischen Geheimdienstes, die mit dem kommunistischen militärischen Abwehrdienst (VKR) zusammengearbeitet haben, werden die Armee verlassen, schreibt heute die Tageszeitung Pravo unter Berufung auf Verteidigungsminister Jaroslav Tvrdik.

Tvrdik sagte gegenüber der Zeitung, die geplanten Änderungen stünden mit der geplanten Umstrukturierung der Geheimdienste in Zusammenhang. Er wolle sicher gehen, dass nur zuverlässige Menschen in den Geheimdiensten tätig sind.

"Keiner, der vor 1989 beim militärischen Geheimdienst tätig war und mit dem VKR in Verbindung stand, wird in dem neuen Dienst beschäftigt sein", zitiert Pravo den Verteidigungsminister. Die Armee will die Geheimdienstoffiziere entlassen auch wenn dieser Schritt vorübergehend die Arbeit des militärischen Geheimdienstes beeinträchtigt.

Die Tschechische Republik wird bei diesem Plan von der NATO unterstützt, obwohl die NATO sich dessen bewusst ist, dass die Kapazitäten des tschechischen Geheimdienstes durch diese Maßnahme für drei bis sechs Jahre geschwächt werden. (...)

Das Hauptziel der Neuorganisierung der militärischen Geheimdienste ist, sie in einen einzigen zusammenzuschließen. Gegenwärtig gibt es zwei Dienste, die nebeneinander tätig sind - den militärischen Geheimdienst und den militärischen Abwehrdienst - schreibt Pravo. (TS)

  • Datum 11.03.2003
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3N79
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