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Sport

Mit Zittersieg in die EM-Hauptrunde

Die deutschen Handballer haben bei der Europameisterschaft in Österreich mit einem knappen Erfolg gegen Schweden das Ticket für die nächste Runde gelöst.

Michael Haaß überspringt zwei schwedische Gegenspieler. Foto: AP

Michael Haaß springt höher

Michael Müller setzt sich gegen einen schwedischen Gegenspieler durch. Foto: AP

Michael Müller setzt sich durch

Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand machte es vor 8200 Zuschauern in der ausverkauften Innsbrucker Olympiahalle unnötig spannend. 30:29 gewann sie nach einer hektischen Schlussphase, in der die Schweden sogar zwischenzeitlich ausgeglichen hatten. Lange hatte es nach einer klaren Angelegenheit ausgesehen. 21:18 führte das deutsche Team nach einer starken ersten Halbzeit. Ein Unentschieden hätte ja bereits gereicht, um in die nächste Runde einzuziehen.

Heinevetters Glanzparaden

Doch in den zweiten 30 Minuten riss der Spielfluss. Unnötige Ballverluste und Fehlwürfe brachten die Schweden wieder zurück ins Spiel. "Wir haben einige Male den Faden verloren", konstatierte Bundestrainer Heiner Brand. Dass am Ende doch der erste Turniersieg zu Buche stand, hatte die deutsche Mannschaft vor allem Torwart Silvio Heinevetter zu verdanken, der in den letzten turbulenten Minuten der Partie mehrere Glanzparaden zeigte. "Eine Riesenanspannung fällt von uns ab", sagte Heinevetter nach dem Abpfiff. "Das wäre ein Riesen-Debakel gewesen, wenn wir ausgeschieden wären. Aber die Mannschaft hat Kämpferherz bewiesen und verdient gewonnen."

Schwedischer Spieler greift dem Deutschen Holger Glandorf ins Gesicht. Foto: AP

Obwohl er hart angegangen würde, war Holger Glandorf bester Werfer des deutschen Teams

"Endlich zwei gute Halbzeiten"

Zu heftig gekämpft hatte Oliver Roggisch. Der Abwehrchef sah acht Minuten vor Schluss nach drei Zeitstrafen die Rote Karte, was seine Freude über das Erreichen der Hauptrunde jedoch kaum trübte: "Wir haben heute endlich mal zwei gute Halbzeiten gespielt." In den ersten beiden Vorrundenpartien gegen Polen (25:27) und Slowenien (34:34) hatte das deutsche Team die ersten Halbzeiten regelrecht verschlafen und damit mögliche bessere Ergebnisse vorzeitig verspielt. Bester Werfer der Mannschaft im Spiel gegen Schweden waren Holger Glandorf mit acht und Torsten Jansen mit sieben Treffern.

Die Großen ärgern

"Dass die Mannschaft in die Hauptrunde eingezogen ist und dort jetzt Erfahrung sammeln kann, ist sehr schön", freute sich Bundestrainer Brand. "Noch schöner ist, dass wir mit dem Selbstvertrauen den einen oder anderen Großen noch ärgern können. Jetzt haben wir nur noch zu gewinnen." In der Hauptrunde trifft das deutsche Team an diesem Sonntag (24.1.2010)auf Olympiasieger und Weltmeister Frankreich, am Dienstag (26.1.2010) auf den Olympia-Dritten Spanien und am Donnerstag (28.1.2010) auf Außenseiter Tschechien.

Autor: Stefan Nestler
Redaktion: Jürgen Bergheim

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