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Sport

Mit WM-Schwung in die neue Saison

Gut einen Monat nach dem Finale der Fußball-Weltmeisterschaft rollt am Freitagabend wieder der Ball in der Bundesliga. Auch ohne große Stars steht der 44. Saison dank der WM-Begeisterung ein Rekordjahr bevor.

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Will die "Buden" auch in der Bundesliga machen: WM-Torschützenkönig Miroslav Klose

Mit dem Klassiker zwischen Rekordmeister Bayern München und Borussia Dortmund startet am Freitag (11.8.) die neue Spielzeit der Fußball-Bundesliga. Und die Fans sind heiß auf den Anpfiff: Mit bislang rund 360.000 abgesetzten Saisontickets ist der Dauerkartenverkauf auf Rekordhöhen gestiegen. Bis auf Borussia Dortmund mussten alle Topklubs den Verkauf der Dauerkarten frühzeitig einstellen.

Auch die Mitgliederzahlen sind kräftig gestiegen. Nach dem VfB Stuttgart durchbrachen zuletzt auch der Hamburger SV und Borussia Mönchengladbach die Schallmauer von 30.000 Mitgliedern. Dazu erhalten die Klubs so viele TV-Millionen wie nie zuvor.

Das, obwohl mit Michael Ballack, Ze Roberto oder Jan Koller einige Hochkaräter der Eliteklasse den Rücken Richtung lukrativerem Ausland gekehrt haben. Spektakuläre Neueinkäufe? Fehlanzeige. Dennoch werden die Fußball-Anhänger in Strömen in die 18 Stadien pilgern.

Das Klinsmann-Prinzip

Die Euphorie der WM ist noch allgegenwärtig, und Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat es während der Weltmeisterschaft doch vorgemacht: Das Team zählt, nicht der einzelne Spieler. Und was man mit einem klaren Ziel, großem Engagement und unbändigem Kampfgeist erreichen kann, hat die junge DFB-Elf mit einem respektablen dritten Platz bei der WM eindrucksvoll vorgeführt.

Finale Ligapokal 2006: SV Werder Bremen - FC Bayern München

Meisterschaftskandidaten unter sich: Werder Bremen und Bayern München im Ligapokalfinale

Außer Ballack und Torhüter Jens Lehmann kicken alle deutschen Nationalspieler in der Bundesliga. Darunter auch der Torschützenkönig des Turniers Miroslav Klose, der am Mittwoch (9.8.) von deutschen Sportjournalisten zum "Fußballer des Jahres" gekürt wurde.

"Freude am Fußball"

Mit knapp 100 Millionen Euro steckten die 18 Bundesligisten soviel Geld in ihre Kader wie seit Jahren nicht mehr. Allein der Hamburger SV gab für die Neuerwerbungen Vincent Kompany, Boubacar Sanogo und Paulo Guerrero satte 14,8 Millionen aus. Mit den europäischen Top-Ligen England, Italien und Spanien können die deutschen Klubs trotz der Erhöhung der TV-Einnahmen um 42 Prozent dennoch nicht mithalten.

Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wird indes nicht müde zu betonen, dass die Fans ihr Eintrittsgeld nicht nur für national erfolgreichen, sondern vor allem auch für schönen Fußball ausgeben wollen. Insbesondere die offensiv ausgerichtete Spielweise der Nationalmannschaft soll als Maßstab für den Ligakrösus gelten.

Der FC Bayern braucht mehr Spaß", meinte Rummenigge und forderte von Trainer Felix Magath, neben Fleiß, Disziplin und Ordnung vor allem "Freude am Fußball" zu vermitteln. Stuttgarts Manager Horst Heldt sieht es genau so: "Mit attraktivem Fußball kann man ganze Familien für einen Stadionbesuch begeistern".

WM-Atmosphäre bei Auftaktspiel

Und sonst? Langeweile um den Meisterschaftskampf, vorhersehbare Absteiger? Wohl kaum. Die Bayern-Jäger Werder Bremen, Hamburger SV und Schalke 04 wollen dem Titelfavoriten nach dem Doppel-Double mit Meisterschale und DFB-Pokal die Freude schnell wieder nehmen. Nach dem Wechsel von Nationalverteidiger Per Mertesacker von Hannover nach Bremen investierte der Vize-Meister insgesamt 11,7 Millionen Euro in Neuzugänge. "Schließlich haben wir nur ein Ziel. Wir wollen Meister werden", sagte Werder-Manager Klaus Allofs.

Ob die Aufsteiger Aachen, Bochum und Cottbus auf den Tabellenkeller abonniert sind oder für Furore á la Mainz 05 sorgen werden, bleibt abzuwarten.

Ganz auf WM-Atmosphäre verzichten müssen die Fans zum Auftakt der Bundesliga-Saison übrigens nicht. Das Eröffnungsspiel des Titelverteidigers Bayern München gegen Borussia Dortmund am Freitagabend in der Allianz-Arena wird mit der deutschen Nationalhymne eingeleitet.

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