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Wirtschaft

Mit Vollgas in die Woche

Die deutschen Aktien haben zum Wochenauftakt eine kleine Rallye hingelegt, was einmal auf technische Reaktionen auf die Verluste der Vorwoche zurück zu führen ist, andererseits auf den starken Auftakt in New York.

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Börse in New York

Der Deutsche Aktienindex DAX schloss am Montag (29. Juli 2002) auf Tageshöchststand bei 3.859 Punkten, ein Plus von 280 Zählern oder 7,9 Prozent. Allein in der Schlussauktion nach 20 Uhr hat er gut 30 Punkte zugelegt. Am Neuen Markt zog der NEMAX 50 um 21 Punkte oder 4,1 Prozent auf 551 Zähler an.

Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass diese Erholung unter Umständen eine sehr kurze Angelegenheit sein kann. Denn in dieser Woche werden neue Konjunkturzahlen aus den USA erwartet. Neue Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt und zur Arbeitslosigkeit könnten der Börse eine neue Richtung geben. Auch die Tatsache, dass die Kursrallye bei geringen Umsätzen stattfand, deutet auf eine eher technische Reaktion hin: Einige Anleger scheinen jetzt die Aktien auf Einstiegsniveau zu sehen.

Das gilt zum Beispiel für die Versicherer. Allianz stiegen um 13 und Münchener Rück um 11,3 Prozent, ohne dass es neue Nachrichten gab - ein klares Indiz dafür, dass einige Anleger diese Aktien als unterbewertet einschätzen. Ähnliches gilt für Automobiltitel: BMW stiegen um 8,7, Volkswagen um 9,6 und DaimlerChrysler um 10,3 Prozent - auch hier gab es keine neuen Nachrichten.

Die T-Aktie stieg nur unterdurchschnittlich um 4,9 Prozent auf
12,48 Euro. Auch der hohe Kundenzuwachs der Mobilfunksparte T-Mobil und Gerüchte, dass der geschasste Bertelsmann-Chef Thomas Middelhoff auf den Telekom-Vorstandssessel gehievt werden soll, verhalfen der Aktie nicht zu einem überdurchschnittlichen Gewinn.

Am Rentenmarkt fiel der REX um 0,23 Prozent auf 113,92 Punkte. Der Bund-Future sackte 0,4 Prozent auf 109,01 Zähler. Die Umlaufrendite wurde bei 4,56 Prozent festgestellt, vier Stellen höher als am Freitag.

Der Kurs des Euro ist am Montag deutlich gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs bei 0,9821 (Freitag: 1,0008) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 1,0182 (0,9992) Euro.

Hier die Schlusskurse der 30 deutschen Standardwerte - diese wie auch alle anderen Angaben wie immer ohne Gewähr:

DAX-Werte Kurs Veränderung

adidas-Salomon 80,57 (+ 5,08)
Allianz 164,95 (+ 18,95)
BASF 40,90 (+ 2,55)
Bayer 27,27 (+ 2,57)
HypoVereinsbank 21,02 (+ 1,33)
BMW 40,04 (+ 3,19)
Commerzbank 11,81 (+ 0,34)
DaimlerChrysler 45,80 (+ 4,28)
Degussa 32,97 (- 0,38)
Deutsche Bank 61,35 (+ 4,55)
Deutsche Post 10,30 (+ 0,79)
Deutsche Telekom 12,48 (+ 0,58)
E.ON AG 49,70 (+ 2,33)
EPCOS 19,85 (+ 1,35)
Fresenius Med. Care 41,10 (+ 1,35)
Henkel 63,68 (+ 2,29)
Infineon Techno 15,30 (+ 1,16)
Linde 48,45 (+ 2,81)
Lufthansa 11,84 (+ 0,84)
MAN 20,10 (+ 0,42)
Metro 26,41 (+ 1,37)
MLP 20,05 (+ 1,20)
Münchener Rück 207,95 (+ 21,05)
TUI AG 21,35 (+ 1,20)
RWE 33,68 (+ 1,29)
SAP 77,00 (+ 5,15)
Schering 53,45 (+ 4,35)
Siemens 52,75 (+ 3,75)
ThyssenKrupp 13,41 (+ 0,89)
VW 44,65 (+ 3,90)

Die Referenzkurse der wichtigsten Devisen, ermittelt von der
Europäischen Zentralbank:
Ein Euro kostete am Montag
0,9821 amerikanische Dollar oder
0,6285 britische Pfund oder
1,4529 schweizer Franken oder
11,42 japanische Yen7

...und das 1. Goldfixing in London 305 Dollar und fünf Cent.

  • Datum 29.07.2002
  • Autorin/Autor Rolf Wenkel
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  • Permalink http://p.dw.com/p/2W5v
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