Mit Neuer, ohne Götze zur WM in Russland | Sport | DW | 15.05.2018
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Der deutsche WM-Kader

Mit Neuer, ohne Götze zur WM in Russland

WM-Siegtorschütze Mario Götze gehört nicht zum vorläufigen WM-Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw. Mit dabei sind dagegen Torwart Manuel Neuer und Stürmer Mario Gomez. Überraschend ist die Berufung eines Freiburgers.

Schon vor der offiziellen Bekanntgabe durch den Bundestrainer im DFB-Fußballmuseum in Dortmund war durch einen Bericht der Zeitung "Bild" bekannt geworden, dass Joachim Löw bei der Auswahl seines vorläufigen WM-Kaders auf den im Winter zum FC Bayern zurückgekehrten Stürmer Sandro Wagner verzichten würde. Wenig später berichtete der Sender Sky, dass im Gegensatz zu Wagner sein Bayern-Teamkollege Sebastian Rudy im Aufgebot stehen soll. Genauso wie Freiburgs Stürmer Nils Petersen, der zwar 2016 im deutschen Olympia-Team in Rio mit von der Partie gewesen war, jedoch bislang noch kein Länderspiel unter Löw absolviert hat. All diese Personalien bestätigte der Bundestrainer dann auf der Nominierungs-PK in Dortmund. 

Neuer dabei, Götze nicht 

Nationalmannschafts-Kapitän Manuel Neuer darf hingegen weiter auf seine Teilnahme an der WM in Russland (14. Juni bis 15. Juli) hoffen. Der Torhüter wurde von Löw ins vorläufige Aufgebot für die Mission Titelverteidigung berufen. Neuer ist einer von vier Torhütern im Kader. Neben seiner etatmäßigen Nummer eins nominierte Löw dessen bisherigen Stellvertreter Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona, Leverkusens Bernd Leno und Kevin Trapp (Paris St. Germain). Bis zur Nominierung seines endgültigen 23-köpfigen Aufgebots am 4. Juni muss Löw einen Torwart streichen. "Manuel steigt in dieser Woche bei Bayern München voll ins Training ein. Das gewährleistet uns, dass er im Trainingslager die volle Belastung toleriert. Dann wollen wir uns selber ein Bild machen und offen und ehrlich mit ihm reden: Ist es möglich, die WM zu spielen", sagte der Bundestrainer.

Nicht gestrichen werden kann WM-Finaltorschütze Mario Götze, der von Löw erst gar nicht in den vorläufigen Kader berufen wurde. Die Aussichten auf eine Nominierung für den formschwachen Dortmunder waren schon im Vorfeld als maximal mäßig eingeschätzt worden. "Ich muss auch Entscheidungen treffen, die Einzelnen weh tun können. Es sind aber nie Entscheidungen gegen einen Spieler, sondern für einen anderen", erklärte Löw die Nicht-Nominierung des 25-Jährigen. Ebenfalls nicht dabei sind die WM-Teilnehmer von 2014, André Schürrle und Shkodran Mustafi. Bei beiden wurde allerdings im Vorfeld auch nicht mit einer erneuten WM-Nominierung gerechnet. Auch der am Rücken verletzte Confed-Cup-Gewinner Emre Can vom FC Liverpool wurde nicht für den vorläufigen Kader berücksichtigt. 

Gesamtes Trainerteam verlängert

Bereits vor der Bekanntgabe des Kaders hatte DFB-Präsident Reinhard Grindel vor den versammelten Medienvertretern verkündet, dass Löw seinen Vertrag beim DFB bis 2022 verlängert hat. "Mir macht es unheimlich viel Spaß, in dieser Konstellation mit so vielen inspirierenden Menschen zu arbeiten", sagte Löw.

Wie der Bundestrainer verlängert auch DFB-Direktor Oliver Bierhoff mit dem Verband. Sein neues Arbeitspapier läuft sogar bis 2024. Löws Assistent Marcus Sorg verlängerte ebenfalls bis 2024, er soll als Ansprechpartner und Bindeglied für den gesamten U- und Nachwuchs-Bereich künftig noch stärker strategisch eingebunden werden. Co-Trainer Thomas Schneider und Torwarttrainer Andreas Köpke verlängern ebenfalls und bleiben wie ihr Chef Löw bis 2022.

"Ich habe immer gesagt, dass für mich Jogi Löw der beste Trainer für die Nationalmannschaft ist", sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel: "Ich spüre bei ihm den ungebrochenen Willen, mit der Nationalmannschaft auch in den nächsten Jahren in der Weltspitze zu bleiben, mit ihr will er unbedingt weitere Titel gewinnen", so der DFB-Präsident.

dvo/sn (mit sid)

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