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Fußball

Mit letzter Kraft in die Pause

Tiefer Rasen, nasskaltes Wetter, schwindende Kräfte - zum Abschluss der Hinrunde sind die Bundesliga-Teams noch mal gefordert. Im Abstiegskampf geht es eng zu, genauso wie im Rennen um die internationalen Plätze.

Eröffnet wird der 17. Spieltag am Freitag mit der Partie des FSV Mainz 05 gegen Bayern München. Alles andere als ein Erfolg des Rekordmeisters wäre eine faustdicke Überraschung, und das obwohl Coach Pep Guardiola gleich auf zehn verletzte Leistungsträger verzichten muss.

So eintönig das Rennen an der Spitze der Liga, so eng ist der Wettbewerb um die internationalen Plätze. Da hat sich unter der Woche Wolfsburg schon die beste Ausgangsposition gesichert. Der zweite Rang ist die beste Halbzeit-Platzierung in der Bundesliga-Geschichte der Wölfe, auch wenn die Niedersachsen durch das 2:0 der Bayern über den SC Freiburg zwei weitere Punkte auf den Rekordmeister verloren. "An den Gesichtern unserer Spieler sieht man, dass auch ein Sieg in Dortmund möglich gewesen wäre", haderte Manager Klaus Allofs nach dem intensiven Duell ein wenig. "Eine noch größere Kaltschnäuzigkeit würde uns helfen." Gelingt das am Samstag gegen Köln, kann der VfL eine Schleife um seine Hinrunden-Bilanz binden.

Schalke Keeper Ralf Fährmann bei einer Parade (Foto: Carmen Jaspersen/dpa)

Schalkes Fährmann: Mit 21 Gegentreffern zählen er und seine Vorderleute zu den Schwächeren der Spitzengruppe

"Wenn wir noch gegen den Hamburger SV gewinnen, sind wir im Soll", sagte Schalkes Torwart Ralf Fährmann nach dem 2:1 bei Aufsteiger SC Paderborn, mit dem der Tabellenfünfte die Scharte vom 1:2 gegen Köln auswetzte. Die von einem Trainerwechsel, vielen Ausfällen und anderen Turbulenzen geprägte Vorrunde könnte für die Königsblauen damit noch zu einem versöhnlichen Ende kommen, auch wenn die Elf von Roberto Di Matteo auf dem Zahnfleisch daherkommt. "Wir kriechen auf den letzten Prozenten. Die vielen Verletzten und Englischen Wochen haben uns ausgepowert", sagte Fährmann.

Sehr viel mehr Kraftreserven haben wohl auch die Leverkusener nicht, doch bei den Rheinländern überwog noch die Freude über den knappen 1:0-Erfolg in Hoffenheim Siegtorschütze Stefan Kießling forderte nun auch "drei Punkte gegen Frankfurt". Sie würden den Werksclub, der wie Schalke im Achtelfinale der Champions League steht, in Schlagdistanz zu Wolfsburg halten. Aber auch in Mönchengladbach wird das Selbstvertrauen nach dem klaren 4:1 gegen den Tabellenletzten Werder Bremen immer größer. Kurz vor Weihnachten kann die Borussia damit mehr denn je von der ersten Teilnahme an der 1992 eingeführten Champions League träumen. "Wenn wir das Spiel in Augsburg gewinnen, wird jeder sagen, dass wir eine gute Vorrunde gespielt haben", sagte Nationalstürmer Max Kruse, der mit seinem Linksschuss zum 1:0 nicht nur seine mehr als zehnstündige Torflaute beendete, sondern auch die Treffer von Oscar Wendt und Christoph Kramer vorbereitete.

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke (Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa)

Watzke: "Stehen zu Marco wie eine Eins."

Ein klassisches Kellerduell liefern sich Werder Bremen und Borussia Dortmund. Beim BVB wird sich zeigen, ob die Führerschein-Affäre um Marco Reus bei der ohnehin krisengeschüttelten Mannschaft Spuren hinterlassen hat. Club-Boss Hans-Joachim Watzke sicherte Reus die "komplette Solidarität" des Bundesligisten zu. Personell liegt bei den Dortmundern wieder einiges im Argen. Zusätzlich zu den zahlreichen Verletzten fällt in Bremen Innenverteidiger Neven Subotic aus. Er ist nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Für ihn kommt wohl Neuzugang Matthias Ginter in die Startelf.

Komplettiert wird der Spieltag am Sonntag mit den Partien Hertha BSC gegen 1899 Hoffenheim. Außerdem trifft der SC Freiburg auf Hannover 96.