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Lebensart

Mit Herzblut - Briefe schreiben

Schnell muss es gehen: WhatsApp, SMS oder Mails zu schicken, das ist Alltag. Einen Brief zu bekommen - per Post, handgeschrieben und auf schönem Papier, ist fast schon ein Geschenk. Am Tag des Briefeschreibens besonders.

Erfunden wurde der Welttag des Briefeschreibens von dem Australier Richard Simpkin. 2014 hat ihn der Fotograf und Künstler erstmals so ins Leben gerufen. Er selbst ist ein großer Fan von handgeschriebenen, persönlichen Briefen und schreibt auch gern welche. Seiner Ansicht nach hätten solche Briefe einfach mehr Charakter und zeigen mehr von der eigenen Persönlichkeit, berichtet die Deutsche Briefmarkenzeitung über ihn.

Besser bekannt ist der Tag unter dem englischen Titel "World Letter Writing Day". Am 1. September sollte jeder einfach einem Menschen, der ihm wichtig ist oder sehr am Herzen liegt einen mit der Hand verfassten Brief schicken. Eben keine anonyme Email oder eine der oft kryptischen Handynachrichten. Und schon ist er Mitglied einer weltweiten Community, erklärte Simpkin.

Weihnachtspostamt Himmelpforten (picture-alliance/dpa/C. Hager)

Berge von handgeschriebenen Briefen landen in den Postämtern des Weihnachtsmannes

Bei der Umsetzung sind der Kreativität des Briefeschreibers keine Grenzen gesetzt. Die Wahl des Briefpapiers entscheidet schon über die Anmutung. Hochwertiges Papier, etwa Bütten, steht bei offiziellen Anlässen wie Hochzeiten oder Goldenen Hochzeiten hoch im Kurs. Ob mit Tinte oder Kugelschreiber, die Farbe der Schrift, dann noch verziert mit Aufklebern oder Zeichnungen, alles ist möglich.

Das einzige Problem: Es gibt keine Löschtaste wie bei einem mit dem Computer geschriebenen Brief. Jeder Schreibfehler wird sichtbar - und könnte höchstens mit selbstgemachten Emojis kreativ verdeckt werden. Und Streichungen offenbaren bei Kürzungen auch die ersten Gedanken des Schreibers, die er sonst vielleicht gerne unsichtbar machen würde. Am Welttag des Briefeschreibens lohnt es sich vielleicht, das flüssige Verfertigen von Gedanken beim Schreiben zu üben. Ein kurzes Innehalten in der digitalisierten Welt, das war die künstlerische Intention von Richard Simpkin.

Draufsicht von Briefen von Romy Schneider (Foto: picture-alliance/dpa)

Rarität: Mit dem Füller geschriebene Briefe der Schauspielerin Romy Schneider wurden in Wien versteigert

 

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