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Ostmitteleuropa

Mit der Reform ernst machen

- Ungarn möchte Gesundheitssystem auf EU-Niveau bringen

Budapest, 6.12.2001, BUDAPESTER ZEITUNG, deutsch

In ihrem kürzlich erschienenen Fortschrittsbericht bemängelte die EU, dass die Gesundheitsreform in Ungarn stagniere. Auch der ungarische Gesundheitsminister István Mikola gestand ein, der Großteil der medizinischen Ausrüstung sei veraltet. Die Bezahlung der Ärzte und Krankenschwestern ist weiterhin sehr schlecht, und laut EU verschlechtert sich zunehmend auch die Qualität der medizinischen Leistungen.

Dies könnte sich nun ändern, denn die Regierung will mit der seit 1991 diskutierten Reform ernst machen. Noch im Dezember soll ein Gesetz verabschiedet werden, das eine geordnete Privatisierung von Gesundheitseinrichtungen ermöglichen könnte. Damit soll in erster Linie eine eindeutige Eigentümer- und Managementstruktur aufgebaut werden - wichtige Voraussetzung für Investoren.

Die Kosten der Modernisierung schätzt Mikola auf etwa 500 Mrd. Forint, (1DM = 127,2 Ft.- MD) die binnen fünf Jahren aufgebracht werden und aus vier Quellen kommen sollen: aus dem Budget, von Krediten von in Ungarn tätigen Entwicklungsbanken, aus EU-Ressourcen und von Anlegern.

Änderungen wird es auch für die Ärzteschaft und die Apotheker geben. Der Status eines "freischaffenden" Arztes soll eingeführt werden, der auf Basis eines Vertrages mit den Krankenkassen arbeitet - so wie im Großteil Europas. Diese können etwa in Gruppenpraxen tätig werden. Das neue Gesetz soll auch anderen medizinischen Fachkräften wie etwa Heilgymnastikern ermöglichen, sich selbständig zu machen. Auch die Unikliniken dürfen sich dann dem Privatsektor öffnen. (fp)

  • Datum 08.12.2001
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