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Kultur

Mit dem Zeichenstift zum Weltruhm

Der bekannteste Trickfiguren-Erfinder und Gründer des Disney-Konzerns, Walt Disney, wäre am 5. Dezember 100 Jahre alt geworden.

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Am Anfang war die Maus.

Unter den berühmtesten Markennamen des 20. Jahrhunderts besitzt der von Walt Disney die größte Magie. Denn damit verbinden sich für die ganze Welt Erinnerungen an die freche Mickymaus, den tollpatschigen Enterich Donald Duck und anrührende Kinostunden mit Trickfilmklassikern wie "Bambi".

Dazu steht der Name Disney für die riesigen Freizeitparks in Kalifornien und anderswo, für einen Unterhaltungskonzern mit Milliardenumsatz und nicht zuletzt auch für einen außergewöhnlichen Mann, der zum amerikanischen Mythos wurde.

Geboren vor 100 Jahren, am 5. Dezember 1901, in Chicago als Walter Elias Disney, wuchs er im ländlichen Mittelwesten auf. Der Vater, der sich ohne Erfolg als Farmer versuchte, war kanadisch-irischer, die Mutter deutscher Abstammung. Walt zeigte einiges Talent fürs Zeichnen, nahm noch kurz am Ersten Weltkrieg in Europa als Rotkreuzfahrer teil und wurde, zurück in Kansas City, Mitarbeiter einer Werbefirma. Dort lernte er den gleichaltrigen Ub Iwerks kennen, als Zeichner viel talentierter als Disney, aber längst nicht so visionär und führungsstark wie dieser.

Die Grundlagen des Imperiums

Zusammen machten sich die jungen Männer selbstständig und stiegen ins Geschäft mit Trickfilmen ein. Das war zu Beginn der 20er Jahre bereits ein bekanntes Genre, wenngleich technisch noch in den Kinderschuhen. Nach dem ersten geschäftlichen Schiffbruch gab Disney nicht auf, sondern zog nach Hollywood. Dort keineswegs mit
offenen Armen empfangen, musste er sich die ersten Jahre mit belanglosen Trickfilmen über Wasser halten. Die Wende im Leben des jungen Mannes brachte seine Erfindung der legendären Mickymaus, mit der er im Herbst 1928 in seinem Film "Steamboat Willy", dem ersten vertonten Zeichentrickfilm, sensationellen Erfolg hatte.

Disney ruhte sich darauf nicht aus, das tat er bis zu seinem Tod nie. Das verdiente Geld, auch darin blieb er sich sein ganzes Leben lang treu, wurde sofort in neue, noch anspruchsvollere Projekte investiert. Bereits 1932 konnte Disney für eine Episode in der Weltneuheit eines farbigen Trickfilms den ersten von insgesamt 32 Oscars seiner Karriere gewinnen. 1934 wurde mit dem Enterich Donald Duck eine weitere Legendengestalt des vergangenen Jahrhunderts "geboren".

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