1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Europa League

Mit dem Geist der "Eurofighter" gegen Ajax

20 Jahre nach dem UEFA-Cup-Sieg des Vereins beschwören die Schalker vor dem Viertelfinalhinspiel der Europa League bei Ajax Amsterdam den Geist der Helden von 1997 - und sind in Gedanken beim Erzrivalen BVB.

Schalker Fans halten Eurofighter-Schals in die Höhe. Foto: dpa-pa

Schalke beschwört den Geist der Vergangenheit in der Hoffnung auf einen Titel

Bei aller sportlichen Rivalität zwischen den beiden Ruhrgebiets-Traditionsvereinen - der Schock über den Anschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund saß auch bei den Spielern des FC Schalke 04 tief. "Getrennt in den Farben, vereint gegen Gewalt", twitterte Kapitän Benedikt Höwedes. "In solchen Momenten hält man im Revier fest zusammen", schrieb der Verein. Und Holger Badstuber war "in Gedanken in Dortmund. Erschreckend, was dort passiert ist." Doch wie die Dortmunder am Mittwoch müssen sich auch die Schalker einen Tag danach auf ein sportlich extrem wichtiges Spiel konzentrieren: das Viertelfinal-Hinspiel der Europa League (Anstoß 21.05 Uhr MESZ, ab ca. 20.50 Uhr im DW-Liveticker) bei Ajax Amsterdam.

Glitzern in den Augen

"Wenn man schon so weit kommt", sagte Max Meyer, "dann möchte man am Ende natürlich auch im Finale stehen und das Ding gewinnen." Wie die legendären "Eurofighter" vor 20 Jahren. Die Helden von damals trauen ihren Nachfolgern den großen Wurf zu. "Sie können das Wunder auch schaffen", sagte Olaf Thon, Kapitän der UEFA-Cup-Sieger von 1997: "Wenn ich in ihre Augen schaue, sehe ich auch dieses Glitzern." Auch der legendäre Kampf-Fußballer Marc Wilmots, ebenfalls ein Mitglied der erfolgreichen Schalker Mannschaft von damals, sieht gute Chancen für den Bundesligisten: "Die Schalker sind etwas stärker als Ajax. Und wenn sie weiterkommen und nicht schon im Halbfinale auf Manchester United treffen, ist alles möglich." Und der damalige Mittelfeldspieler Ingo Anderbrügge fügt hinzu: "Die Stimmung hat uns damals getragen, und sie kann die Spieler auch diesmal tragen."

Goretzka und Höwedes bejubeln Tor der Schalker in Mönchengladbach. Foto: dpa-pa

Wie im Achtelfinale in Mönchengladbach wollen Leon Goretzka (l.) und Benedikt Höwedes auch in Amsterdam jubeln

Heimstarke Amsterdamer

Ein Sieg in der Europa League wäre wohl auch die letzte Chance, die bisher enttäuschende Premieren-Saison von Trainer Markus Weinzierl und Manager Christian Heidel zu retten. Genau deshalb beschwören die Schalker seit Wochen den Geist von 1997. Nach dem Achtelfinal-Rückspiel bei Borussia Mönchengladbach hielt Höwedes auf einem Kabinenfoto auch schon einmal einen "Eurofighter"-Schal in die Höhe.  Der frühere Schalker Heiko Westermann, inzwischen bei Ajax, sieht seinen Ex-Club nicht unbedingt in der Favoritenrolle: "Vor allem bei uns wird es sehr schwer werden für sie." Die Amsterdamer haben die letzten fünf Europa-League-Heimspiele allesamt gewonnen und sind in der Liga seit 13 Spielen ungeschlagen. "Wir erwischen Ajax in ihrer besten Phase", sagte Manager Heidel. Auch Trainer Weinzierl erwartet "eine sehr, sehr schwere Aufgabe. Aber wir wollen uns eine gute Ausgangsposition erarbeiten."

Huntelaar vor Rückkehr zu Ajax?

Dafür müssen die Schalker auch den früheren Mönchengladbacher Amin Younes in den Griff bekommen. "Auf engem Raum im Eins-gegen-Eins ist er einer der besten, die wir in Deutschland haben", lobt Ajax-Verteidiger Westermann seinen Mitspieler. "Mir fällt sogar kein besserer ein." Ein besonderes Spiel wird es auch für Schalke-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar. Der spielte nicht nur von 2006 bis 2009 in Amsterdam, sondern soll angeblich auch im Sommer dorthin zurückkehren. "Alles ist möglich", sagte Huntelaar der niederländischen Zeitung "De Telegraaf". In jedem Fall sei dieses sein "letztes Jahr auf Schalke".

sn/jw (dpa, sid)

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema