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Sport

Mission WM-Revanche

Es herrscht Euphorie: Die deutsche Mannschaft ist spätestens nach dem Halbfinaleinzug beim Confed-Cup wieder Liebling der Fans. Und nun kommt es auch noch zu der Neuauflage des WM-Endspiels von 2002.

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1:1 hieß es beim letzten Aufeinandertreffen - für's Finale braucht die DFB-Elf einen Sieg

Der Gegner der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im ersten Halbfinale des Confederations Cups am Samstag (25.6.05/ 18.00 Uhr MESZ) in Nürnberg heißt Brasilien. Der fünffache Weltmeister schleppte sich zwar ins Halbfinale, doch die Vorfreude auf das "Traumduell" gegen Deutschland weckt bei der "Selecao" neue Kräfte.

Confederations Cup Fans aus Brasilien

Allzeit bereit zum Jubeln: Die brasilianischen Fans sind heiß auf das Spiel gegen Deutschland

Dennoch hat das Team von Trainer Carlos Alberto Parreira den freien Donnerstag bitter nötig. "Wir sind alle sehr müde und müssen den Fußball jetzt für einen Tag vergessen", meinte Superstar Ronaldinho nach dem mühevollen 2:2 (2: 1) gegen Asienmeister Japan am Mittwochabend (22.6.): "Damit wir wieder richtig Lust kriegen und heiß auf die Deutschen sind." Der ehemalige Bayer-Star Emerson von Juventus Turin ist sich sicher: "Mit unserer Technik allein können wir im Halbfinale nicht bestehen."

Die Presse in der Heimat wird nach der dritten Partie ohne Sieg in den letzten vier Spielen allmählich unruhig: "Brasiliens Weiterkommen hing am seidenen Faden. Es gibt keinen Grund zum Feiern", schrieb die Tageszeitung Zero Hora, und Estado de Sao Paulo titelte: "Das Misstrauen der Fans wächst." Coach Parreira zeigt sich indes unbeirrt optimistisch: "Gegen Deutschland werden wir mit dem besten Team auflaufen. Wir wollen dieses Turnier gewinnen."

"Schweini" nur Zuschauer

Confederations Cup 2005: Deutschland - Tunesien, 3. Spieltag, Schweinsteiger wird gut durch Trabelsi gedeckt

Dynamisch am Ball, gegen Brasilien nicht dabei: Bastian Schweinsteiger

Genau das wollen "Schweini", "Poldi" & Co natürlich auch. Getragen von einer gewaltigen Sympathiewelle wird die deutsche Nationalmannschaft im Spiel gegen die Brasilianer alles daran setzten, die WM-Finalniederlage von 2002 wettzumachen. Allerdings kann "Schweini", Bastian Schweinsteiger vom deutschen Meister Bayern München, bei der Mission WM-Revanche nicht mithelfen. Der 20-Jährige ist im Halbfinale des Confederations Cups nach der zweiten Gelben Karte gesperrt.

Statt auf der linken Seite zu wirbeln, muss der Jung-Nationalspieler nun am Samstag seine Sperre absitzen und tatenlos zuschauen. "Ich hoffe, die Jungs gewinnen das Halbfinale. Dann bin ich im Endspiel wieder dabei."

"Wir werden im Finale stehen"

Ein anderer deutscher Spieler blickt dieser Tage frohen Mutes nach vorne: Sebastian Deisler. Seit dem bestandenen Härtetest gegen Argentinien sieht er sich endgültig wieder auf WM-Kurs. Der Münchener spielte eine starke Partie gegen die "Gauchos", dribbelte und flankte, was das Zeug hält, und brennt nun auf weitere Empfehlungschancen.

Confederations Cup: Tunesien - Deutschland

Auf dem Weg zu alter Stärke: Sebastian Deisler

"Es geht vorwärts für mich. Ich bin sehr zuversichtlich und freue mich auf die nächsten zwei Spiele", sagte Deisler, und verkündete: "Ich bin überzeugt, dass wir im Finale stehen werden."

Fußball-Feste auf dem Rasen

Der einstmals gering geschätzte Confederations Cup erweist sich bisher in Deutschland als der erhoffte Appetithappen für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr. "Das ist ein wunderbarer Test. Die Begeisterung und Qualität der Spiele könnte nicht größer sein. Wir haben viele Spiele mit hochklassigen Aktionen gesehen", lobte Franz Beckenbauer am Donnerstag (23.6.) in einer Zwischenbilanz des deutschen WM-Organisationskomitees das hohe Niveau in der Vorrunde der Mini-WM.

Das Turnier sei "an Attraktivität kaum zu überbieten", weil die Teilnehmer durchweg mit ihren stärksten Mannschaften angereist seien und zudem sehenswerten Offensivfußball geboten bekamen. 37 Treffer in den zwölf Vorrundenspielen des Confed Cups sprechen in der Tat für sich. (ms)

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  • Datum 23.06.2005
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