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Aktuell Amerika

Miss Honduras ermordet

Tagelang bangte das mittelamerikanische Land um seine schönste Frau, nun ist es traurige Gewissheit: María José Alvarado Muñoz ist tot. Im Dezember sollte die Studentin bei der Wahl zur Miss World antreten.

Die Schönheitskönigin María José Alvarado Muñoz aus Honduras ist tot. Ihre Leiche sei zusammen mit der ihrer Schwester Sofía Trinidad Hernández im Westen des mittelamerikanischen Landes entdeckt worden, sagte der Leiter der Ermittlungsgruppe, Leandro Osorio, im Radio. "Wir können mit 100-prozentiger Sicherheit sagen, dass es sich um die beiden jungen Frauen handelt. Der Fall ist sehr klar." Die Schwestern seien in einem Erholungsgebiet nahe der Stadt Santa Bárbara getötet und später in die Ortschaft La Arada rund 300 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Tegucigalpa gebracht worden, sagte Osorio.

Der Verlobte der Schwester Hauptverdächtiger

Hauptverdächtiger sei Plutarco Ruíz, der Verlobte von Alvarados Schwester Sofía. Er sitzt wie ein mutmaßlicher Komplize bereits in Haft. Bei Sofías Freund stellten die Ermittler ein Auto, in dem ersten Erkenntnissen zufolge die Toten transportiert wurden, und eine Schusswaffe sicher. Als die Polizei die Leichen entdeckte, seien sie bereits stark verwest gewesen, sagte Osorio. Die jungen Frauen waren am vergangenen Donnerstag verschwunden, nachdem sie die Geburtstagsfeier des Verdächtigen besucht hatten. Osorio fügte hinzu, Ruíz sei derjenige, der die Morde begangen habe. Es seien aber weitere Menschen beteiligt gewesen, etwa beim Versuch, den Tatort zu reinigen.

Honduras hat weltweit höchste Mordrate

Die 19-jährige María José Alvarado sollte an diesem Mittwoch zur Vorausscheidung des Schönheitswettbewerbs nach London reisen. Dort findet am 14. Dezember die Wahl zur Miss World statt. Honduras ist das Land mit der höchsten Mordrate weltweit. Im Jahr 2012 kamen auf 100.000 Einwohner 90 Morde.

sti/cr (afp, dpa)