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Fastenaktion

Misereor rückt Burkina Faso in den Fokus

Mit einem festlichen Gottesdienst im Trierer Dom hat das katholische Hilfswerk Misereor seine diesjährige Fastenaktion eröffnet. Im Blickpunkt steht diesmal Burkina Faso.

Stephan Ackermann Trierer Bischof in Burkina Faso (picture-alliance/dpa/A. Zender)

Der Trierer Bischof Stephan Ackermann besuchte Burkina Faso im Februar persönlich

Mit der Fastenaktion will Misereor bis Ostern auf Ideen und Potenziale der Menschen in Burkina Faso aufmerksam machen. Mit dem Motto "Die Welt ist voller Ideen. Lass sie wachsen" soll eine positive Sichtweise auf das Land am Rand der Sahelzone erzeugt werden. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann erklärte, die Aktion wolle die "Brille der Hoffnung" in den Vordergrund rücken. Beim Blick auf Burkina Faso und den afrikanischen Kontinent allgemein würden sonst vor allem Schwierigkeiten und Probleme im Fokus stehen.

 Anregung zum Nachdenken

Gleichzeitig warb Ackermann dafür, den eigenen Lebensstil zu überdenken. "Wir wissen sehr genau, dass unsere Weise zu konsumieren und Ressourcen dieser Erde zu verbrauchen, zulasten der Armen geht, und doch tun wir uns sehr schwer, unsere Lebensweise umzustellen", sagte der Bischof im Trierer Dom. Es fehle nicht an Erkenntnis, sondern an der Kraft und dem Willen zum Guten. Höhepunkt der diesjährigen Misereor-Fastenaktion ist den Angaben zufolge der 2. April, an dem in bundesweit mehr als 10.000 katholischen Pfarrgemeinden Spenden gesammelt werden.

Das Bischöfliche Hilfswerk Misereor ist das weltweit größte kirchliche Entwicklungshilfswerk. Es wurde 1958 von den deutschen katholischen Bischöfen auf Vorschlag des damaligen Kölner Kardinals Josef Frings als Aktion gegen Hunger und Krankheit in der Welt gegründet. Der Name bezieht sich auf das im Markus-Evangelium überlieferte Jesuswort "Misereor super turbam" (Ich erbarme mich des Volkes). Sitz des Hilfswerks ist Aachen.

Zusammen mit Partnern in Afrika, Asien, Ozeanien und Lateinamerika will Misereor Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Das Werk prangert Ursachen von Armut und Unterentwicklung an und will in Deutschland das Bewusstsein für Not und Ungerechtigkeit in den Entwicklungsländern schärfen. Seit seiner Gründung brachte Misereor nach eigenen Angaben mehr als 7 Milliarden Euro für über 106.000 Projekten auf.

djo/as (dpa, epd, kna)