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Wirtschaft

Mischkonzern Vivendi steigt bei Telecom Italia ein

Kehrtwende bei Vivendi: Die Franzosen sind zurück auf dem Telekommunikationsmarkt. Dagegen hat sich die spanische Telefonica von der Telecom Italia gänzlich verabschiedet.

Der französische Medienkonzern Vivendi hat seinen Anteil an Telecom Italia aufgestockt und kehrt so als wichtiger Wettbewerber auf die Bühne der europäischen Telekommunikationsbranche zurück. Gleichzeitig löst er die spanische O2-Mutter Telefonica als bisherigen größten Anteilseigner der Italiener ab. Die Investition biete der Gruppe die Gelegenheit, sich in einem Markt mit erheblichen Wachstumsaussichten auszubreiten, teilte Vivendi mit.

Bereits am 22. Juni sei ein Anteil von 4,76 Prozent für etwa eine Milliarde Euro gekauft worden, so die Franzosen am Mittwochabend. Zuvor hatte das Unternehmen bereits ein Paket von 1,90 Prozent besessen. An diesem Mittwoch hat Vivendi einen Anteil von 8,24 Prozent bekommen und dafür seinen 4,5-Prozent-Anteil an Telefónica Brasil mit der spanischen Telefonica getauscht. Insgesamt verfügt der Mischkonzern damit nun über einen Anteil von 14,9 Prozent an Telecom Italia.

Das Geschäft markiert eine Kehrtwende für Vivendi. Der Konzern hatte sich in den vergangenen zwei Jahren auf sein Mediengeschäft konzentriert und sich von Beteiligungen in den Bereichen Telekommunikation sowie Videospiele im Wert von nahezu 36 Milliarden Euro getrennt.

Die Spanier haben sich komplett aus Telecom Italia zurückgezogen. Wie Telefónica ebenfalls am Mittwochabend mitteilte, verkaufte sie ihren verbliebenen Anteil für etwa eine Milliarde Euro an eine nicht näher benannte "Finanzeinheit".

iw/hmf (rtrs, dpa)

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