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Nahost

Ministerpräsident des Irak fordert Schuldenerlass

Vor der Irak-Konferenz in Kuwait am Dienstag (22.04.2008) fordert Ministerpräsident Nuri al-Maliki die Gläubiger auf, dem Land die Schulden zu erlassen. Arabische Länder sollten wieder Botschaften in Bagdad einrichten.

Irakische Frauen auf einer Müllhalde bei Bagdad (Archiv), Quelle: dpa

Armut im Irak

Der Irak und die USA werben um die Unterstützung der arabischen Staaten. Auf einer Konferenz am Montag (21.04.2008) in Bahrain forderte Ministerpräsident Nuri al-Maliki, die Araber sollten die Fortschritte im Irak unterstützen. Sie sollten dem Land Schulden erlassen und Botschaften in Bagdad eröffnen, fordert er.

Schuldenerlass für Irak gefordert

US-Außenministerin Condoleezza Rice, Quelle. AP

Rice bei der Irak-Nachbarschaftskonferenz in Bagdad

US-Außenministerin Condoleezza Rice und ihr irakischer Kollege Hoschar Sebari setzten sich auf der Konferenz unter anderem dafür ein, dass der Irak bei regionalen Treffen wieder eingeladen wird. "Das ist ein guter Schritt zur Reintegration des Iraks", erklärte Rice. Künftig soll Bagdad in die Treffen der Golf-Anrainer einbezogen werden. Bislang hat kein arabischer Staat eine permanente Vertretung im Irak.

Am Dienstag (22.04.2008) findet bereits die nächste Irak-Konferenz statt. Dazu werden in Kuwait alle Nachbarstaaten des Irak und die Geberstaaten erwartet wurden. Die irakische Regierung fordert einen Schuldenerlass, um den Wiederaufbau zu fördern. Die jetzige Regierung könne nicht für die Verfehlungen Saddam Husseins aufkommen, sagte Ministerpräsident Nuri al-Maliki.

USA üben Druck aus

Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki (Archiv), Quelle: AP

Fordert einen Schuldenerlass: Iraks Ministerpräsident Nuri al-Maliki

US-Außenministerin Condoleezza Rice reist derzeit durch die Golf-Region. Am Sonntag war sie zu einer Stippvisite in Bagdad, am Dienstag nimmt sie in Kuwait an dem Treffen der Irak-Anrainerstaaten teil. "Die USA üben großen Druck auf die Nachbarstaaten aus, damit diese die irakische Regierung unterstützen", sagte der irakische Parlamentarier Mahmud Othman. Bislang hätten die Treffen der Nachbarstaaten dem Irak aber kaum etwas gebracht, erklärte er.

In der Hauptstadt von Bahrain Manama unterzeichnete die US-Außenministerin am Montag mit ihrem Amtskollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE), Scheich Abdullah bin Said al-Nahjan, eine Absichtserklärung zur friedlichen Nutzung der Kernenergie. Die Emirate seien nun der 67. Staat, der sich der 2006 von den USA und Russland lancierten Globalen Initiative zur Bekämpfung des Nuklear-Terrorismus angeschlossen habe, sagte der VAE-Minister. (det)

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