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Sport

Minimalziel erreicht: Handballer stehen in WM-Hauptrunde

Titelverteidiger Deutschland hat bei der Handball-WM in Kroatien vorzeitig das Ticket für die Hauptrunde gelöst. Die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand gewann in Varazdin gegen Mazedonien 33:23.

Der deutsche Spielmacher Michael Kraus setzt sich gegen den Mazedonier Goran Gjorgonovski durch. Quelle: ap

Voller Einsatz: Spielmacher Michael Kraus (li.)

Deutschlands bester Werfer Holger Glandorf setzt sich gegen Mazedoniens Filip Mirkulovski durch. Quelle: ap

Zweikampfstark und treffsicher: Holger Glandorf

Nach diesem dritten Sieg im vierten Spiel ist das deutsche Team mit nun 7:1 Punkten nicht mehr von einem der ersten drei Plätze in der Gruppe C zu verdrängen. In der Neuauflage des WM-Endspiel von 2007 gegen Polen am Donnerstag sollte aber dennoch unbedingt ein Sieg her, da die Punkte in die Hauptrunde mitgenommen werden. Zunächst sah es nicht nach einem so deutlichen Erfolg gegen Mazedonien aus, ganz im Gegenteil. In der ersten Halbzeit leistete sich die deutsche Mannschaft zu viele Fehlwürfe und lag verdientermaßen zur Pause 13:14 hinten. Bundestrainer Heiner Brand scheint die richtigen Worte gefunden zu haben. Denn im zweiten Durchgang wirkte sein Team wie verwandelt. Matchwinner waren Holger Glandorf, der insgesamt neun Mal traf, Christian Schöne mit acht und Spielmacher Michael Kraus mit sieben Toren. Schöne war erst vier Stunden vor Anpfiff der Partie in Varazdin eingetroffen. Brand hatte ihn einfliegen lassen, weil seine beiden Rechtsaußen ausgefallen waren: Christian Sprenger wegen eines Innenbandrisses, Stefan Schröder wegen einer Grippe. "Da habe ich nicht die schlechteste Entscheidung getroffen", meinte Brand grinsend. Und auch Christian Schöne strahlte über das ganze Gesicht. "Vor 24 Stunden saß ich noch auf dem Sofa und jetzt bin ich im WM-Turnier".

Auch gegen Polen Vollgas geben

Deutschlands Torhüter Johannes Bitter versucht einen Ball des Mazedoniers Kiril Lazarov zu halten. Quelle: ap

Hinten eine sichere Bank: Johannes Bitter

Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie immer ruppiger. Der Mazedonier Kiril Lazarov, bislang der beste Torschütze des WM-Turniers, sah in der 46. Minute die rote Karte, nachdem er Dominik Klein den Ellbogen ins Gesicht gerammt hatte. Auch der deutsche Abwehrchef Oliver Roggisch musste in der 53. Minute endgültig vom Platz, nachdem er zum dritten Mal eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert hatte. Die deutsche Mannschaft ließ sich davon aber nicht irritieren. Vorne trafen Glandorf und Co., hinter glänzte Johannes Bitter mit einigen Paraden. "Ein bisschen Druck ist jetzt weg", sagte der Torwart nach dem 33:23-Erfolg. "Aber wir müssen die Polen schlagen, damit wir eine realistische Chance in der Hauptrunde haben. Wir müssen wieder Vollgas geben, gegen uns sind die Polen immer besonders heiß". Zumal aus polnischer Sicht noch eine Rechnung offen ist: Vor zwei Jahren hatte Deutschland das WM-Finale in Köln mit 29:24 für sich entschieden. "Es wäre kein angenehmes Gefühl gewesen, wenn wir das letzte Gruppenspiel unbedingt hätten gewinnen müssen", zeigte sich auch Bundestrainer Heiner Brand erleichtert über den hohen Sieg gegen Mazedonien. Gegen die Polen, die sich mit einem 31:27-Erfolg gegen Tunesien ebenfalls vorzeitig das Hauptrunden-Ticket sicherten, geht es nun um den Gruppensieg und damit eine günstigere Ausgangsposition für den weiteren Turnierverlauf. (sn)

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