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Fußball

Mini-Hürde und Stolperstein

Wenig Glanz versprühte zuletzt das deutsche Nationalteam. In zwei Testspielen kassierte es Niederlagen. Nun geht es um wichtige Punkte in der Qualifikation zur WM 2010. Gegner sind Liechtenstein und Wales.

Podolski (li.) traf schon in Liechtenstein

Podolski (li.) traf schon in Liechtenstein

Er liegt fast schon ein halbes Jahr zurück: Der letzte Sieg der deutschen Nationalmannschaft. Am 15. Oktober gab es in Mönchengladbach einen mühevollen 1:0-Erfolg gegen Wales in der Qualifikation zur WM 2010 in Südafrika. Seitdem kassierte die DFB-Auswahl Heimpleiten in zwei Testspielen: Im November verlor die Mannschaft in Berlin 1:2 gegen ersatzgeschwächte Engländer, und im Februar war in Düsseldorf ein 0:1 gegen Außenseiter Norwegen fällig. Steckt das Nationalteam in der Krise oder hatten die Spieler von Bundestrainer Joachim Löw nur den Schongang eingelegt?

Löw und Ballack

Der Bundestrainer und sein Kapitän

Antworten will die Mannschaft nun in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Liechtenstein und Wales geben. "Wir werden ein anderes Gesicht als zuletzt zeigen. Das große Ziel ist es, als Tabellenführer im Herbst nach Russland zu reisen. Daher wollen wir die beiden anstehenden Spiele gewinnen", sagte Löw bereits mit Blick auf die brisante Partie am 10. Oktober in Moskau. Derzeit führt die DFB-Auswahl die Tabelle der Gruppe 4 mit 10 Punkten vor Russland (6) an. Die Russen haben allerdings ein Spiel weniger ausgetragen.

Außenseiter Liechtenstein

Gegner am Samstag im Leipziger Zentralstadion ist zunächst einmal Liechtenstein. Die Partie gegen die Mannschaft aus dem Zwergstaat mit 35.000 Einwohnern gilt als leicht zu nehmende Hürde. Alles andere als ein deutlicher Sieg wäre eine Sensation. Bereits das Hinspiel im Fürstentum konnte das DFB-Team deutlich mit 6:0 gewinnen. Doch muss der Bundestrainer jetzt auf die verletzten Miroslav Klose, Torsten Frings und Arne Friedrich verzichten. Löw glaubt aber, die Ausfälle auffangen zu können: "Wir haben Spieler, die in der Lage sind, sie zu ersetzen."

Blick in das Zentralstadion in Leipzig

Das Zentralstadion in Leipzig

Die Fäden im Mittelfeld soll Kapitän und Chelsea-Star Michael Ballack ziehen. Zum Hoffnungsträger für die erhoffte Trendwende wird aber Lukas Podolski, der für Norwegen nicht nominiert war. "Es ist sehr erfreulich, dass Lukas beim FC Bayern wieder eine gute Rolle spielt. Wir haben immer gesagt, dass Lukas, sobald er den richtigen Trainingsrhythmus hat, für uns ein wertvoller Stürmer ist, dem wir großes Vertrauen entgegenbringen", sagte Löw. Wieder zurück im Kader ist auch Marcell Jansen, der sich beim Hamburger SV als Leistungsträger etablieren konnte. Zur Auswahl gehören auch wieder Marcel Schäfer vom VfL Wolfsburg und Andreas Beck von Herbstmeister 1899 Hoffenheim. Für das Tor hat der Bundestrainer gleich drei Alternativen. Neben Rene Adler von Bayer Leverkusen sowie dem Bremer Tim Wiese ist auch Robert Enke von Hannover 96 nach seinem Handbruch wieder einsatzbereit.

Leistungstest für Nationalspieler

"Wichtige Erkenntnisse" mit Blick auf Südafrika verspricht sich Löw von einem Fitnesstest im Leipziger Sportforum. Obwohl von rund 35 WM-Kandidaten nur 18 Spieler teilnahmen, "geht es um eine Bestandsaufnahme ein Jahr vor der WM. Wir wollen sehen, woran der eine oder andere Spieler im körperlichen Bereich arbeiten muss", begründete der Bundestrainer die Wichtigkeit des Tests mitten in der Bundesliga-Rückrunde.

Trochowski beim Torjubel gegen Wales

Trochowskis Torjubel gegen Wales

Zum Stolperstein auf dem Weg nach Südafrika könnte am 1. April Wales in Cardiff werden. Im Hinspiel war es HSV-Spieler Piotr Trochowski erst nach 72 Minuten mit einem Distanzschuss gelungen, den Abwehrriegel der Briten zu knacken und für das erlösende 1:0 zu sorgen. Auch die Waliser plagen Verletzungssorgen. Mittelfeldspieler Jack Collison fällt nach einer Knie-Operation aus, fraglich sind zudem die Einsätze von James Collins und Stürmerstar Craig Bellamy.

DW-Radio überträgt die beiden Qualifikationsspiele live und in voller Länge:

Samstag (28. März) Deutschland – Liechtenstein ab 20.05 Uhr MEZ.

Mittwoch (1. April) Wales – Deutschland ab 20.45 Uhr MESZ.

Autor: Arnulf Boettcher / Redaktion: Joachim Falkenhagen

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