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Europa

Mindestens drei Tote nach Explosionen in der Türkei

In der Türkei sind bei einer Serie von Bombenanschlägen in zwei Urlaubsorten und in Istanbul mindestens drei Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Die schwerste Explosion ereignete sich am Montag in Antalya.

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Türkische Polizisten sichern Spuren am Ort des Anschlags

Bei der Explosion in dem beliebten Badeort Antalya gab es drei Tote und mehr als 20 Verletzte. Zu den vorangegangen Anschlägen in Marmaris und in Istanbul hatte sich eine kurdische Extremistengruppe, die der verbotenen PKK nahe steht, bekannt. Zu der Explosion in Antalya hat sich bisher niemand bekannt. Die Behörden deuteten aber an, dass sie auch hier von einem Anschlag ausgehen. Sie erklärten, es werde nach zwei Verdächtigen gesucht.

Bombenanschläge in Antalya

Nach dem Anschlag in Antalya

Die Explosion ereignete sich vor einem Geschäftszentrum in der Innenstadt. Die Feuerwehr fand bei den Löscharbeiten zwei Tote, ein Verletzter starb im Krankenhaus. Unter den weiteren Verletzten sollen vier israelische Touristen sein, wie die Nachrichtenagentur Dogan meldete.

Erste Bombe in Istanbul

Türkei Anschlag in Istanbul

Ermittlungen in Istanbul

Begonnen hatte die Explosionsserie am Sonntagabend in Istanbul, wo sechs Menschen verletzt wurden. Der Sprengsatz detonierte in der Nähe des Gouverneursbüros im Bezirk Bagcilar, wie die türkische Polizei mitteilte. Einer der Verletzten befand sich in kritischem Zustand.

Später detonierte im Badeort Marmaris ein Sprengsatz in einem mit britischen Touristen besetzten Bus. Zehn Urlauber und elf Türken wurden dabei verletzt. Der Sprengsatz war den Ermittlungen zufolge unter einem Sitz des Kleinbusses befestigt. "Unser einziger Trost ist, dass niemand getötet wurde", sagte der Bürgermeister von Marmaris, Ali Acar.

Weitere Anschläge in Marmaris

Gleichzeitig explodierten nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Anadolu zwei weitere Bomben, die in Abfalleimern an der Hauptvergnügungsstraße des Ortes versteckt waren. Dabei gab es aber offenbar keine Verletzten. Die Polizei verschärfte umgehend die Sicherheitsvorkehrungen und ließ die Mülleimer in der Stadt entfernen. Außerhalb von Marmaris wurden mehrere Straßenkontrollen errichtet. Die Nachrichtenagentur Anadolu berichtete weiter, neun Verletzte hätten nach einer kurzen Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden können. Zwei Verletzte seien operiert worden und befänden sich nun auf der Intensivstation.

Warnung vor Türkei-Reisen

Das Londoner Außenministerium warnte vor einer erhöhten Terrorgefahr in der Türkei. "Wir glauben, dass internationale und inländische Terrorgruppen derzeit in der Türkei aktiv sind", hieß es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung. Weitere Angriffe, auch in Touristengebieten, könnten folgen. Zu den Anschlägen in Istanbul und Marmaris bekannten sich die Freiheitsfalken Kurdistans. Die Türkei sei kein sicheres Land, Touristen sollten nicht in die Türkei kommen, hieß es auf der Web-Site der Gruppe. In der Vergangenheit haben kurdische Extremisten immer wieder Anschläge gegen Ziele in türkischen Urlaubsorten verübt. Im vergangenen Jahr sprengten Extremisten einen Minibus im Touristenzentrum Kusadasi in die Luft und töteten dabei fünf Menschen; 13 weitere wurden verletzt.

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