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Aktuell Asien

Mindestens 89 Tote bei Anschlag in Afghanistan

Am Hindukusch wurden inmitten des Fastenmonats Ramadan der bisher blutigste Anschlag des Jahres verübt. Auf einem belebten Markt im Osten des Landes zündete ein Selbstmordattentäter eine Autobombe.

Bei dem Anschlag in der östlichen Provinz Paktika starben mindestens 89 Personen, wie das Verteidigungsministerium in Kabul mitteilte. Demnach wurden 42 Menschen verletzt. Ein Selbstmordattentäter hatte eine Autobombe in der Nähe eines Polizei-Checkpoints gezündet. Das Attentat fand auf einem belebten Markt im Bezirk Orgun statt. Bei den Opfern handele es sich um Zivilisten, sagte der Gouverneur des Distrikts Orgun, Mohammad Resa Kharoti.

Eine weitere Bombendetonation tötete in der Hauptstadt Kabul zwei Regierungsbeamte, fünf weitere Beamte wurden verletzt, wie ein Sprecher der Polizei in Kabul mitteilte. Zu dem Anschlag in der Hauptstadt bekannten sich die Taliban, beim Attentat in Paktika sind die Urheber noch unbekannt. Die Anschläge ereignen sich im muslimischen Fastenmonat Ramadan, das Selbstmordattentat in Orgun ist der bisher tödlichste in diesem Jahr.

Durch die Gewalt in Afghanistan ist vor dem Abzug der internationalen Kampftruppen bis zum Ende des Jahres die Zahl der getöteten Zivilisten am Hindukusch deutlich gestiegen. Allein von Januar bis Juni wurden nach UN-Angaben am Hindukusch insgesamt 4853 zilive Opfer gezählt - 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nicht allein deswegen gilt die Sicherheitslage in dem Land als extrem angespannt. Seit der Stichwahl um das Präsidentenamt im Juni herrscht ein politisches Machtvakuum. Die beiden Präsidentenkandidaten sehen sich mit Vorwürfen des Wahlbetrugs konfrontiert. Nach Vermittlungsbemühungen von US-Außenminister John Kerry werden nun in Afghanistan alle abgegebenen Stimmen der Präsidentenwahl neu ausgezählt.

zam/qu (afp, dpa, rtr)