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Kultur

Mindestens 57 Tote bei Schiffsunglück vor Bahrain

Das Kentern eines Ausflugsboots vor der Küste von Bahrain im Persischen Golf hat Dutzende Menschen das Leben gekostet. Das mit 137 Passagieren besetzte Schiff befand sich auf einem Abendausflug.

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Bei dem Schiff handelte es sich um ein traditionelles Segelboot

Das Unglück ereignete sich am späten Donnerstagabend (30.3.2006). Nach Angaben des Innenministeriums des arabischen Königreichs starben dabei mindesten 57 Menschen. 67 Passagiere und Besatzungsmitglieder konnten bis Freitag gerettet werden, zwölf von ihnen seien verletzt. 13 Menschen werden nach Angaben des Innenministeriums noch vermisst.

Hilfe der US-Flotte

Der bahrainische Informationsminister Mohammed Abdul Ghaffar hat mitgeteilt, dass es sich bei den Passagieren vorwiegend um Mitarbeiter einer bahrainischen Firma handelt, neben Einheimischen auch Briten, Südafrikaner, Ägypter, Amerikaner und Philippiner. Die Nationalität der Toten konnte noch nicht endgültig festgestellt werden. Ob auch Deutsche unter den Opfern sind, ist bislang unklar.

Wie der US-Fernsehsender CNN berichtete, beteiligte sich auch die in Bahrain stationierte 5. US-Flotte an der Rettungsaktion. So seien ein Schnellboot, Taucher und zwei Hubschrauber zur Unglücksstelle geeilt.

Traditionelles Schiff

Das Schiff habe sich auf einer Ausflugstour in den Küstengewässern Bahrains befunden, als es gegen 21.45 Uhr aus noch ungeklärter Ursache kenterte. Nach Angaben des Eigentümers könnte es überladen gewesen sein.

Laut der bahrainischen Nachrichtenagentur BNA handelte es sich bei dem Unglücksschiff um eine traditionelle arabische Dhau, ein Segelschifftyp, wie er früher von den Händlern der Arabischen Halbinsel für den Warentransport benutzt wurde. Es war für eine Rundfahrt gebucht und kehrte von Muharrak in die bahrainische Hauptstadt Manama zurück, als das Schiff plötzlich unweit der Küste in der Nähe der Scheich-Chalifa-bin-Salman-Brücke sank. (mas/kap)