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Aktuell Afrika

Mindestens 50 Tote bei Ansschlag von Islamisten in Kenia

Islamisten der Al-Shabaab Miliz haben in der kenianische Küstenstadt Mpeketoni ein Massdaker angerichtet. Die Angreifer eröffneten aus zwei Kleinbussen das Feuer auf Passanten. Mindestens 50 Menschen starben.

Die Situation sehe nicht gut aus, sagte ein Polizeisprecher. Die Zahl der Opfer könne noch weiter steigen. Die meisten Einwohner des Küstenortes seien geflohen oder würden vermisst. Etwa 50 Kämpfer waren nach Behördenangaben am Sonntag in zwei Kleinbussen in die Stadt eingedrungen und hätten das Feuer eröffnet. Inzwischen bekannte sich die radikalislamische Al-Shabaab-Miliz zu dem Überfall.

Nach Angaben des Militärs schossen die Angreifer wahllos auf Passanten. Im Visier der Täter standen vor allem zwei Hotels, eine Bank und ein Polizeirevier. Ein Ziel der Angreifer sei auch eine Halle gewesen, in der Fußballfans eine Fernsehübertragung von der Weltmeisterschaft in Brasilien verfolgten .Anwohner berichteten über stundenlange Gefechte.

Bekennerschreiben der Al-Shabaab

In einem an die Nachrichtenagentur Reuters geschickten Bekennerschreiben begründete die Al-Shabaab den Angriff mit der Entsendung kenianischer Soldaten ins benachbarte Somalia, wo das Militär gegen Milizen kämpft. Zudem sei der Angriff eine Reaktion auf die Tötung muslimischer Schüler in Kenia ohne Gerichtsverfahren. Beides weist die kenianische Regierung zurück.

Die islamistische Al-Saebaab-Miliz führt im Bürgerkriegsland Somalia seit Jahren einen blutigen Kampf gegen die Regierung. Soldaten der kenianischen Armee beteiligen sich seit dem Jahr 2011 an einem Einsatz der Afrikanischen Union gegen die Miliz. Seitdem häufen sich die Anschläge in Kenia. Die Islamisten mit Verbindungen zum Al-Kaida-Netzwerk bekannten sich unter anderem zu einem Angriff auf ein Einkaufszentrum in Nairobi, bei dem im vergangenen September 67 Menschen getötet wurden. Im Mai töteten Kämpfer der Al-Shabaab nördlich der Küstenstadt Mpeketoni zwei Soldaten.

as/zam (afp, dpa, rtre)