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Europa

Mindestens 35 Tote bei Waldbränden in Portugal

Die Bilanz ist verheerend: mindestens 35 Tote bei Waldbränden in Portugal. Die schwere Trockenheit hat das Feuer entfacht. Möglicherweise ist aber auch Brandstiftung im Spiel. Und die Situation ist noch nicht entspannt.

Der portugiesische Zivilschutz teilte mit, mindestens 35 Menschen seien nach jüngsten Erkenntnissen bei den Waldbränden umgekommen. Betroffen seien die Regionen Coimbra, Castelo Branco sowie Viseu im Zentrum des Landes und Aveiro im Norden, teilte eine Sprecherin der Behörde mit.

Wegen anhaltender Trockenheit und Hitze besteht in Portugal unvermindert hohe Waldbrandgefahr. In dem südeuropäischen Land wüten insbesondere in den Sommermonaten immer wieder Waldbrände, in diesem Jahr waren sie besonders verheerend. Mitte Juni starben 64 Menschen im Zentrum des Landes, mehr als 250 weitere wurden verletzt. Bis Ende September wurden bereits fast 216.000 Hektar Wald zerstört.

Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, selbst gegen die Flammen vorzugehen, da nicht überall auf die Feuerwehrleute gewartet werden könne.

Verkohlt im Lieferwagen

Auch in der nordwestspanischen Provinz Galicien starben mindestens drei Menschen bei Bränden. In der spanischen Gemeinde Nigrán in der Region Pontevedra seien am Sonntagabend in einem abgebrannten Lieferwagen die verkohlten Leichen von zwei Männern gefunden worden, teilten die Behörden mit. Ministerpräsident Mariano Rajoy sprach den Angehörigen der Opfer auf Twitter sein Beileid aus. 

Portugal Waldbrände (picture-alliance/dpa/AP/A. Franca)

Retter und Feuerwehrleute in Obidos (Portugal) am Rande ihrer Kraft

Besonders betroffen ist in Spanien die Region um die Hafen- und Industriestadt Vigo. In den Vororten Vigos mussten Medienberichten zufolge unter anderem die Besucher eines Einkaufszentrums, die Nachtschicht-Arbeiter verschiedener Fabriken sowie Dutzende Bewohner der Universitäts-Residenz in Sicherheit gebracht werden. Auch in anderen Ortschaften wurden Menschen von Zivilschutz und Feuerwehr aus ihren Wohnungen geholt und in Notunterkünfte geleitet.

Zusätzlich zur anhaltende Trockenheit begünstigten starke Winde in vielen Gebieten der iberischen Halbinsel die Brände. Der Regierungschef der spanischen Region Galicien, Alberto Núnez Feijóo, beklagte derweil im Fernsehen, auch Brandstifter seien am Werk. Es gebe Verdächtige, aber noch keine Festnahmen. Die Lage sei "besorgniserregend".

myk/ml/as (dpa, afp)