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Aktuell Asien

Mindestens 30 Tote nach Fährunglück in Bangladesch

Mindestens 30 Tote und 150 Vermisste - das ist die vorläufige Bilanz eines Fährunglücks in Bangladesch. Das Schiff ging unter nachdem es mit einem Frachtschiff kollidierte.

Das Unglück ereignete sich mitten in der Nacht um 2:30 Uhr Ortszeit. Die meisten Passagiere dürften noch geschlafen haben. Die Fähre namens “MV Shariatpur-1“ prallte 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Dhaka mit einem Frachtschiff zusammen, kenterte und sank.

Fähre war möglicherweise überladen

Etwa 250 Passagiere sollen sich an Bord befunden haben. Die Polizei meldet, dass es ungefähr 40 Menschen gelungen sei, an Land zu schwimmen und sich zu retten. Andere Passagiere konnten von kleinen, vorbeifahrenden Booten an Bord genommen und gerettet werden. Taucher hätten in dem Fluss 30 Leichen aus der gesunkenen “MV Shariatpur-1“ geborgen, darunter fünf Frauen und zwei Kinder, sagte der Chef der örtlichen Polizei. Mindestens 150 Menschen werden nach Angaben der Polizei noch vermisst.

Die Fähre, die im Jahr 1991 gebaut wurde, sei offenbar unmittelbar nach der Kollision gesunken, sagte der Sprecher der Binnenwasser-Transportbehörde, Mahbubul Alam. Warum es überhaupt zu dem Zusammenprall mit dem Frachtschiff kam, ist bisher ungeklärt. Einige der geretteten Passagiere meldeten, das Schiff sei überladen gewesen und es seien viel zu viele Menschen an Bord gewesen.

Mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen in Bangladesch

Die Sicherheitsvorschriften werden in Bangladesch häufig missachtet. Immer wieder kommt es daher zu schweren Schiffsunglücken, wiederholt auch auf dem Fluss Meghna. Zum Beispiel waren im April 2011 32 Menschen ertrunken, als eine Fähre rund 80 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Dhaka auf ein Frachtschiff auffuhr und sank. Ende 2010 verunglückten drei Fähren innerhalb nur eines Monats auf dem Fluss Meghna, 160 Menschen starben.

nem/gmf (dpa, rtre, afpe)