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Syrien

Mindestens 26 Tote bei Luftangriff in syrischer Provinz Idlib

Bei Luftangriffen in der von Rebellen kontrollierten Provinz Idlib in Syrien sind erneut Zivilisten ums Leben gekommen. Vor wenigen Tagen starteten Aufständische in der Region eine Offensive.

Unter den Opfern seien auch vier Kinder, teilte die in Großbritannien ansässige syrische Beobachterstelle für Menschenrechte mit. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle meldete 28 Tote, der in den Rebellengebieten aktive Zivilschutz sprach von 26 Toten.

Das syrische Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Berichten über den Angriff auf die Ortschaft Armanas, die nur wenige Kilometer von der türkischen Grenze entfernt liegt. Es sei unklar, ob er von der syrischen Luftwaffe oder deren russischen Verbündeten geflogen wurde.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in London stützt sich auf ein Netzwerk von Freiwilligen in Syrien, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen. Die Region Idlib war im Mai zur so genannten Deeskalationszone erklärt worden, in der eine Waffenruhe zwischen Rebellen und Regierungstruppen gelten soll. Ausgenommen von der Waffenruhe sind die Terrormiliz "Islamischer Staat" und das Dschihadistenbündnis Hajat al-Tahrir al-Scham, das große Teile von Idlib kontrolliert.

Opposition: Mindestens 150 tote Zivilisten

Im Nordwesten Syriens war es lange weitgehend ruhig gewesen, bis Aufständische vor gut einer Woche eine Großoffensive gegen regierungstreue Einheiten gestartet hatten. Erst vor wenigen Tagen starben nach Angaben der Opposition mindestens 150 Zivilisten bei einem Luftangriff, an dem auch die russische Luftwaffe beteiligt war. 

Das Verteidigungsministerium in Moskau wies die Vorwürfe der Opposition zurück und erklärte, Ziele seien Stützpunkte von Terroristen, gepanzerte Fahrzeuge und Munitionsdepots. Diese würden zuvor über Drohnen ausfindig gemacht.

myk/qu (rtrd, afp)