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Aktuell Asien

Mindestens 24 Tote bei Räumung von Park in Indien

Seit mehr als zwei Jahren halten rund 3000 Mitglieder einer Hindu-Sekte einen Park in der nordindischen Stadt Mathura besetzt. Als die Polizei das Areal räumen will, läuft die Situation aus dem Ruder.

In der nordindischen Stadt Mathura sind mindestens 24 Menschen getötet worden, als die Polizei versuchte, einen besetzten Park zu räumen. Das gab die örtliche Polizei bekannt. Elf Menschen starben demnach, als Gasflaschen explodierten, die zum Kochen verwendet werden.

Rund 3000 politische Aktivisten einer Hindu-Sekte hatten den Park seit mehr als zwei Jahren besetzt gehalten. Als Polizisten am Park eingetroffen seien, um die Besetzer über die Räumung zu informieren, hätten diese geschossen, erklärte die Polizei.

Situation immer noch angespannt

Nach Polizeiangaben hatten einige der Besetzer Gewehre und Pistolen. Sie eröffneten das Feuer auf die Polizei. Mindestens 22 Besetzer und zwei Polizisten seien beim anschließenden Feuergefecht getötet worden. Zudem gebe es mehr als 100 Verletzte, daunter auch Polizisten. Einige Verletzte hätten Schusswunden. Die Situation sei immer noch angespannt. Mehr als 370 Menschen seien festgenommen worden.

Feuer im Park von Mathura (Foto: AFP)

Die Mitglieder der Hindu-Sekte hielten den Park bereits seit zwei Jahren besetzt.

Das rund 150 Kilometer von der Hauptstadt Neu Delhi gelegene Mathura gilt für viele Hindus als heilige Stätte. Laut indischen Medienberichten gehörten die Besetzer zu einer Hindu-Sekte, die dem Politaktivisten Subhash Chandra Bose folgt. Dieser fordert unter anderem, in Indien Wahlen abzuschaffen und eine neue Währung einzuführen.

cr/ml (dpa, afp, ap)