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Afghanistan

Mindestens 24 Tote bei Bombenanschlag in Kabul

Die Autobombe detonierte in einem von einer schiitischen Minderheit bewohnten Stadtviertel - nahe dem Haus des afghanischen Vize-Regierungsgeschäftsführers Mohakek. Dieser blieb unverletzt.

Der Sprengsatz traf einen Bus, der Mitarbeiter des Bergbauministeriums transportierte, wie ein Sprecher des Innenministeriums mitteilte. Nach seinen Angaben wurden mehr als 40 Verletzte in Krankenhäuser gebracht. Unter den 24 Toten ist auch der Attentäter. Die radikalislamischen Taliban übernahmen die Verantwortung und erklärten, der Anschlag habe zwei Bussen mit Geheimdienstmitarbeitern gegolten.

Die Bombe war im Viertel Gulai-e Dawachana detoniert, nahe dem Haus des stellvertretenden Regierungsgeschäftsführers Hadschi Mohammed Mohakek. Einem Reporter des britischen Senders BBC sagte ein Sprecher von Mohakek, der Politiker sei unversehrt. In dem westlich gelegenen Stadtteil Kabuls wohnen mehrheitlich Angehörige der schiitischen Hasara-Minderheit.

Afghanistan Kabul Autobombe (Reuters/TV)

Dichter Rauch in der Straße des Anschlags

Erste Fotos zeigten eine in Rauchwolken gehüllte Straße, schwer beschädigte Häuser und Läden, verkohlte Bäume und mehrere kleine Feuer. Es ist bereits der zehnte schwere Anschlag in der Stadt seit Jahresbeginn. Kabul verzeichnet landesweit die meisten zivilen Opfer von Anschlägen.

Am Sonntag waren - wie erst jetzt bekannt wurde - bei einem Angriff der Taliban auf ein Krankenhaus mindestens 35 Menschen getötet worden. Taliban-Kämpfer seien in die Klinik in der zentralafghanischen Provinz Ghor eingedrungen und hätten 35 Zivilisten getötet, sagte ein Sprecher von Präsident Aschraf Ghani.

se/sti (dpa, afp, ap, rtr)