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Aktuell Asien

Mindestens 2300 Toten auf den Philippinen

Der philippinische Präsident Aquino rechnete erst mit bis zu 2500 Toten. Doch die Zahl ist am Mittwoch bereits fast erreicht. Auch Plünderungen fordern Menschenleben.

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Plünderungen auf den Philippinen

Die Zahl der Toten auf den Philippinen ist nach offiziellen Angaben mittlerweile auf 2275 Menschen gestiegen, 2623 Personen sind verletzt. Viele Menschen gelten noch als vermisst.

Der philippinische Präsident Benigno Aquino hatte zuvor dem US-Nachrichtensender CNN gesagt, er rechne mit bis zu 2500 Toten. Aquino bezeichnete die Schätzungen, wonach bis zu 10.000 Tote zu erwarten seien, als zu hoch. Diese Zahl hatte ein lokaler Beamter genannt.

Derweil sind auch Menschen infolge von Plünderung umgekommen. Bei einem Reislager im Katastrophengebiet wurden acht Menschen von einer einbrechenden Wand erschlagen. Die Gemäuer des Gebäudes gaben unter dem Andrang der Menschen nach. Der Vorfall ereignete sich auf der schwer betroffenen Insel Leyte. Ein Sprecher der nationalen Nahrungsmittelbehörde bat diejenigen, die Reissäcke mitgenommen haben, "sie mit anderen zu teilen und nicht zu verkaufen". Mehrere tausend Menschen hätten am Dienstag in Alangalan rund 100 Kilometer südlich von Tacloban das Lagerhaus gestürmt. Nach Angaben des Sprechers nahmen sie 129 000 Säcke Reis à 50 Kilogramm mit. Der Schaden soll umgerechnet bei 21 Millionen Euro liegen.

Heftiger Regen erschwert Rettungsarbeiten

Die internationale Hilfe für die Philippinen rollt langsam an. Die Vereinten Nationen baten ihre Mitgliedsstaaten um 301 Millionen Dollar (225 Millionen Euro). Die Europäische Union stockte ihre Soforthilfen von drei Millionen Euro um zehn Millionen Euro auf. Auch Länder wie Deutschland erhöhten ihre Hilfsgelder. Internationale Organisationen machten sich zudem auf dem Weg, um die Taifun-Opfer mit Lebensmittel, Trinkwasser und technischem Gerät zu versorgen. Der US-Flugzeugträger USS George Washington steuert mit weiteren Begleitschiffen das Katastrophengebiet von Hongkong aus an. Die USA stellen zudem 20 Millionen US-Dollar (15 Millionen Euro) Soforthilfe bereit.

Foto: Getty Images

Hilfe für Philippinen kommt auch aus Deutschland: THW- Mitarbeiter in Berlin vor der Abreise.

In den Notstandsgebieten sind inzwischen mobile Einheiten mit Ärzten und Pflegern unterwegs. Doch die Arbeit wird durch heftigen Regen erschwert. In der verwüsteten Stadt Tacloban standen die Menschen teils knietief in einer durch Fäkalien, Kadaver und Müll verseuchten stinkenden Brühe.

Ein Hilfstruppe dürfte daher besondert mit offenen Armen erwartet werden: Das Technische Hilfwerk (THW) entsendet die Spezialisten der Schnelleinsatzeinheit Wasserversorgung Ausland (Seewa), Mit ihren Anlagen können sie sauberes Trinkwasser bereitstellen - 6000 Liter Wasser pro Stunde. 30.000 Menschen können so pro Tag versorgt werden.

zam/sti (dpa, epd, afp, ap)

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