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Migration

Mindestens 170 Flüchtlinge nach Bootsunglück im Mittelmeer vermisst

Nach dem Untergang eines Flüchtingsboots vor der lybischen Küste werden nach neuen UN-Angaben fast 180 Menschen vermisst. Die italienische Küstenwache hatte zunächst von 107 Menschen an Bord gesprochen.

Mittelmeer Rettung von Flüchtlingen (picture-alliance/dpa/SOS MEDITERRANEE/L. Schmid)

Nach Angaben des italienischen Innenministeriums wurden 2016 mehr als 180.000 Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet

Wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Dienstag mitteilten, beruhen die Zahlen auf den Berichten der vier Überlebenden, die nach dem Unglück vor der libyschen Küste am Samstag gerettet werden konnten.

Demnach sei das hölzerne Schiff mit zwei Decks nach fünf Stunden in Seenot geraten. Der Motor habe ausgesetzt, dann sei das Boot leckgeschlagen, vollgelaufen und gesunken. Die Suche nach weiteren Überlebenden dauert an, bisher konnten acht Leichen geborgen werden.

Neuer Höchststand bei Bootsflüchtlingen 2016

Nach IOM-Angaben sind in den ersten zwei Wochen des neuen Jahres mindestens 219 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken - mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum im Jahr 2016. Die meisten starben auf der Route zwischen Libyen und Italien.

Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die über das Mittelmeer nach Italien gelangten, hatte 2016 einen neuen Höchststand erreicht. Insgesamt flohen im vergangenen Jahr rund 363.000 Flüchtlinge über den Seeweg nach Europa.

pf/hk (bep, afpd, afpe, rtr)

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