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Welt

Mindestens 15 Tote bei Anschlägen

Nach dem Abzug der amerikanischen Soldaten versinkt der Irak in Gewalt: Terroristen zündeten in Bagdad erneut Autobomben, die auch wieder schiitische Pilger trafen.

Nach einem Autobomben-Anschlag im schittischen Stadtteil Al-Shaab wird ein Verletzter behandelt (Foto: dapd)

Die Opfer des Terrors sind zumeist Schiiten

Bei einer Serie von Anschlägen sind im Irak mindestens 15 Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. In der Hauptstadt Bagdad detonierten drei Autobomben, die sich offenbar gegen Schiiten richteten. Beim ersten Anschlag wurden fünf schiitische Pilger getötet, die zu ihren heiligen Stätten in der südlichen Stadt Kerbela reisen wollten. Die zweite Bombe wurde im schiitischen Al-Schaab-Viertel gezündet und riss nach Informationen von Polizisten und Augenzeugen sieben Menschen in den Tod. Die dritte Bombe explodierte bei dem Versuch, sie zu entschärfen. Auch aus anderen Landesteilen werden blutige Anschläge gemeldet.

Moslemischer Bruderkrieg?

Am vergangenen Donnerstag waren allein in Bagdad mehr als 70 Menschen getötet worden. Terroristen hatten in der Hauptstadt und in der südlichen Ortschaft Al-Batha schiitische Pilger und andere Zivilisten angegriffen. In anderen irakischen Städten waren ebenfalls Sprengsätze detoniert.

Die Schiiten begehen in Kerbela diese Woche das Ende der Trauerzeit für den im Jahr 680 dort getöteten Prophetenenkel Hussein.

Die letzten US-Truppen waren Ende des Jahres aus dem Irak abgezogen. Seitdem wird das Land von einer Anschlags-Serie erschüttert. Hintergrund dürfte die Eskalation des politischen Streits zwischen schiitischen und sunnitischen Muslimen sein.

rb/wl (afp, dapd, dpa)

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