Mindestens 13 Tote bei Explosion in Pakistan | Aktuell Asien | DW | 13.02.2017
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Pakistan

Mindestens 13 Tote bei Explosion in Pakistan

Während einer Demonstration kam es in der ostpakistanischen Großstadt Lahore zu einer Explosion. Die Polizei geht von einem Selbstmordanschlag aus. Eine Gruppe mit Taliban-Bezug soll die Verantwortung übernommen haben.

Bei der Explosion auf einer der belebtesten Straßen Lahores sind nach Polizeiangaben mindestens 13 Menschen getötet worden. Unter den Toten seien auch Polizisten. Eine Sprecherin der pakistanischen Rettungsbehörde sagte, 65 weitere Menschen seien verletzt.

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Anschlag in Pakistan

Nach Medienangaben kam es zu der Explosion während einer Demonstration mit hunderten Teilnehmern vor dem Gebäude der Regierung der Provinz Punjab. Auf Fernsehbildern waren eine raucherfüllte Straße, rennende Menschen und mehrere Feuer zu sehen. Die Demonstration soll von pakistanischen Chemie- und Pharmazieproduzenten organisiert worden sein. Die Demonstration war bereits mehrere Stunden im Gange und Polizisten hatten versucht, sie aufzulösen. Möglicherweise war die hohe Präsenz von Sicherheitskräften der Grund für den Angriff. Die Anschläge pakistanischer Extremisten richten sich oft gegen Polizei und Armee. 

Sprecher übernimmt Verantwortung per Telefon

Ein Polizeisprecher der Provinz Punjab, Nayab Haider, sagte, anscheinend handele es sich um einen Selbstmordanschlag, aber die Polizei untersuche die Ursache der Explosion noch. Auch der Justizminister der Provinz, Rana Sanaullah, sprach von einem Selbstmordanschlag. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters übernahm Jamaat-ur-Ahrar, eine Gruppe mit Verbindungen zur pakistanischen Taliban, die Verantwortung für die Explosion. Ein Sprecher der Gruppe habe die Nachrichtenagentur angerufen.

Die Gruppe hatte auch vergangenes Jahr zu Ostern die Verantwortung für einen Anschlag in Lahore übernommen, bei dem mehr als 70 Menschen, darunter viele Christen, in einem öffentlichen Park getötet wurden.

ust/qu (afp, dpa, rtr)

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