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Sport-News

Millionenstrafe gegen Bayer 04

Das Landgericht Köln verurteilt Bayer 04 Leverkusen, 16 Millionen Euro Sponsorengelder des insolventen Unternehmens Teldafax zurückzuzahlen. Der Vorwurf: Der Bundesligist wusste von der bevorstehenden Pleite.

Ex-Superstar Michael Ballack 2011 im Bayer-Trikot mit Teldafax-Aufdruck. Foto: Getty Images

Ex-Superstar Michael Ballack 2011 im Bayer-Trikot mit Teldafax-Aufdruck

"Wir sind enttäuscht und überrascht, dass die Vielzahl unserer Argumente und Tatsachen nicht berücksichtigt worden sind", sagte Michael Schade, Geschäftsführer des Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen. "Wir werden nun die Urteilsbegründung abwarten und dann prüfen, ob wir gegen diese Urteile in der nächsten Instanz Berufung einlegen werden." Das Landgericht Köln entschied, dass der Verein den Gläubigern des 2011 pleitegegangenen Billigstromanbieters Teldafax mehr als 16 Millionen Euro früherer Sponsorengelder zurückzahlen muss.

Teldafax hatte das Geld zwischen 2009 und 2011 an den Fußballclub überwiesen. Der Insolvenzverwalter des Unternehmens, Biner Bähr, wirft den Bayer-04-Verantwortlichen vor, damals schon von der Zahlungsunfähigkeit der Firma gewusst und trotzdem die Sponsorengelder eingestrichen zu haben. Dem schloss sich das Gericht an, nachdem es die Schriftwechsel zwischen Verein und Unternehmen ausgewertet hatte. Die Pleite des Billigstromanbieters Teldafax im Herbst 2011 gehörte zu den größten in der deutschen Wirtschaftsgeschichte. Das Unternehmen hinterließ einen Schuldenberg von 500 Millionen Euro, mehr als 700.000 Kunden verloren Geld.

sn/asz (dpa, sid, Handelsblatt)

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