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Nachrichten

Milliardenschäden durch Tornado in Oklahoma

Trainiere dein Hörverstehen mit den Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch– als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

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Die Schäden des Tornados, der die Kleinstadt Moore im US-Bundesstaat Oklahoma verwüstet hat, dürften in die Milliarden gehen. Die auf Risikoabschätzung spezialisierte Agentur AIR Worldwide rechnete in einer ersten Bestandsaufnahme mit Kosten von rund sechs Milliarden Dollar für den Wiederaufbau. Der Tornado war mit Windgeschwindigkeiten von 320 Kilometern in der Stunde über Moore hinweggefegt. Mindestens 24 Menschen kamen ums Leben, unter ihnen neun Kinder. Widersprüchliche Angaben über die Opferzahlen hatten im Laufe des Dienstag für Irritationen gesorgt. Zeitweise war von über 90 Toten die Rede gewesen.

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Die von US-Präsident Barack Obama angestrebte Reform des Einwanderungsgesetzes hat eine erste parlamentarische Hürde genommen. Der Justizausschuss des Senats stimmte parteiübergreifend dafür, einen Gesetzentwurf dem Plenum der Kongresskammer vorzulegen. Kernpunkt der Reform ist, den rund elf Millionen Ausländern in den USA ohne gültige Papiere einen Weg zu einem Aufenthaltsrecht und schließlich zur US-Staatsbürgerschaft zu eröffnen. Experten sprechen von einer der wichtigsten Reformen der Zuwanderungsgesetze seit 30 Jahren. Die Debatte im Senat soll Anfang Juni beginnen. Obama begrüßte die Entscheidung des Ausschusses. Der von republikanischen und demokratischen Senatoren ausgearbeitete Gesetzentwurf entspreche im wesentlichen seinen Reformvorstellungen, erklärte der Präsident.

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Das Geiseldrama auf der Sinai-Halbinsel hat ein unblutiges Ende genommen. Ein Sprecher der ägyptischen Armee teilte, die verschleppten sieben Mitglieder der Sicherheitskräfte seien von ihren Entführern freigelassen worden. Die Streitkräfte hatten zuvor eine größere Zahl von Soldaten im Grenzgebiet zu Israel und zum Gaza-Streifen zusammengezogen, um die Geiselnahme notfalls mit Gewalt zu beenden. Die Entführer aus dem radikal-islamischen Milieu wollten ursprünglich Gesinnungsgenossen aus ägyptischen Gefängnissen freipressen.

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Der frühere iranische Staatschef Akbar Haschemi Rafsandschani darf nicht bei der bevorstehenden Präsidentenwahl in seinem Land antreten. Das entschied der einflussreiche Wächterrat. Dieser hatte die Aufgabe, über die ideologische Qualifikation der Kandidaten zu urteilen. Der 78-jährige Kleriker Rafsandschani hatte sich für einen politischen Kurswechsel im Iran ausgesprochen. Auch Esfandiar Rahim Mashaie, ein Vertrauter des scheidenden Staatschefs Mahmud Ahmadinedschad und dessen Wunschnachfolger, schaffte nicht den Sprung in den Kreis der letzten acht Bewerber. Neben fünf streng konservativen und zwei moderat konservativen Kandidaten wurde mit Mohammed Reza Aref lediglich ein politischer Reformer in die Endauswahl gelassen.

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Das britische Unterhaus hat den Weg für die Eheschließung homosexueller Paare in England und Wales freigemacht. 366 Abgeordnete stimmten am Dienstagabend im Parlament in London für die Gesetzesänderung, 161 dagegen. Vor dem Inkrafttreten muss noch das britische Oberhaus die Neuregelung verabschieden. Das Gesetzesvorhaben geht auf ein Wahlversprechen der an der Regierung beteiligten Liberaldemokraten zurück. Deren Abgeordnete und die der oppositionellen Labour-Partei stimmten der Vorlage überwiegend zu. Die Parlamentarier der konservativen Tory-Partei von Premierminister David Cameron sind in dieser Frage gespalten.

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Die Neonazi-Zelle NSU hat sich nach einem Medienbericht schon vor Beginn der Mordserie im Visier der deutschen Sicherheitsbehörden befunden. Das ARD-Fernsehen berichtete über ein Geheimdokument des sächsischen Verfassungsschutzes vom 28. April 2000. Darin heiße es, das Vorgehen des Trios ähnele der Strategie terroristischer Gruppen. Ob die Sicherheitsbehörden Konsequenzen aus dieser Einschätzung gezogen haben, ist nicht bekannt. Die Terrorzelle wird für zehn Morde, zwei Bombenanschläge und 15 Banküberfälle verantwortlich gemacht. Der erste Mord wurde am 9. September 2000 begangen. Der einzigen Überlebenden des NSU-Trios, Beate Zschäpe, wird derzeit in München der Prozess gemacht.

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