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Wirtschaft

Milliarden für den Aufschwung

US-Präsident Bush versucht mit einem 674 Milliarden Dollar schweren Konjunkturprogramm erneut die Wirtschaft anzukurbeln. Der Kongress muss die Vorschläge für den "Wirtschafts- und Arbeitsplatzprogramm" noch billigen.

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Bush verkündet sein Konjunkturprogramm

Amerika ist ein Volk von Aktien-Besitzern, die alle unter dem Kurs-Sturz der letzten Jahre zu leiden hatten. Präsident Bush will nun die Besteuerung von Dividenden abschaffen, und so die Trendwende am Aktienmarkt einleiten: "Die Abschaffung der Doppelbesteuerung auf Dividenden wird mehr Geld ins Portemonnaie von 35 Millionen Amerikanern bringen. Das schafft Raum für Investitionen und Konsum und wird schon in diesem Jahr mehr als 20 Milliarden Dollar in den privaten Wirtschafts-Kreislauf fließen lassen."

Mehr Konsum - mehr Arbeitsplätze

Außerdem möchte Bush die für die nächsten Jahre vorgesehenen Steuersenkungen vorziehen, wovon vor allem Familien der amerikanischen Mittelklasse sowie kleinere und mittlere Unternehmen profitieren sollen. Im Interesse eines "anhaltenden Aufschwungs" forderte er den Kongress auf alle geplanten Steuersenkungen rückwirkend zum 1. Januar 2003 in Kraft treten zu lassen."

Rund 90 Millionen US-Bürger sollen von den Steuererleichterungen profitieren: Durchschnittlich mit 1.000 Dollar im Jahr. Dieses Geld soll Investitionen und den privaten Konsum anregen und durch den so ausgelösten Aufschwung zwei Millionen zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. Bis es soweit ist, sollen die Arbeitslosen im Lande länger Unterstützung beantragen können und mit finanziellen Hilfen zur Jobsuche animiert werden.

Steuergeschenke als Wahlkampfhilfe?

Die Demokratische Partei hat Bushs Pläne als ein Steuergeschenk für die Reichen bezeichnet. Tatsache ist, dass Bezieher von Spitzeneinkommen in Höhe von 300.000 Dollar und mehr nach Berechnung von Experten 13.000 Dollar weniger Steuern entrichten müssen. Ein bescheidener Verdienst von gut 20.000 Dollar Jahreseinkommen spart dagegen nur knapp 50 Dollar an Steuern.

674 Milliarden US-Dollar soll das Programm den Staat in den kommenden 10 Jahren insgesamt kosten. Geld, das nicht nur der amerikanischen Volkswirtschaft, sondern auch Bushs Wiederwahlchancen im nächsten Jahr zugute kommen dürfte.

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