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Afrika

Militäraktion gegen Libyen beginnt

Das vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Flugverbot über Libyen wird unmittelbar umgesetzt. Frankreichs Präsident Nicholas Sarkozy kündigte in Paris den sofortigen Beginn der Intervention nach einem Sondergipfel an.

Militär-Flugzeuge auf Startbahn (Foto: AP)

Die ersten Kampfflugzeuge sind gestartet

Angesichts der anhaltenden Kämpfe in Libyen hat die Staatengemeinschaft am Samstag (19.03.2011) eine Militärintervention in dem nordafrikanischen Land gestartet, um die Truppen von Machthaber Muammar al-Gaddafi zu stoppen. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erklärte nach einem Gipfel führender Weltpolitiker in Paris, die von der UN-Resolution zu Libyen gedeckte militärische Aktion habe begonnen.

Kampfjets über Bengasi

Nach Medienberichten überflogen französische Kampfflugzeuge bereits Bengasi, die letzte Hochburg der Aufständischen. Die Stadt im Osten Libyens werde von den Einheiten Gaddafis aus der Luft und mit Artillerie angegriffen, berichtete der arabische Sender Al Dschasira. Mindestens 26 Menschen seien getötet worden.

Die Resolution des UN-Sicherheitsrat erlaubt die Verhängung eines Flugverbot für Gaddafis Luftwaffe und militärische Maßnahmen zum Schutz der Zivilbevölkerung. Gaddafi wies die Entschließung als Einmischung in die inneren Angelegenheiten Libyens zurück.

Deutschland beteiligt sich indirekt

Präsident Nicolas Sarkozy mit Angela Merkel und anderen Spitzenpolitikern (Foto: dapd)

Die Spitzenpolitiker trafen sich in Paris

An dem Gipfel in Paris nahm auch Bundeskanzlerin Angela Merkel teil und erklärte, dass sich Deutschland am Libyen-Einsatz nur indirekt beteiligen will. Die Bundeswehr soll die NATO in Afghanistan stärker entlastet. Außerdem sollen für den Libyen-Einsatz die US-Stützpunkte in Deutschland zur Verfügung gestellt werden. Am Rande des Libyen-Sondergipfels in Paris kündigte Merkel an, dass das gemeinsame Ziel sei, den Krieg des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi gegen sein eigenes Volk zu beenden und eine Waffenruhe zu erreichen.

Deutschland habe gegen Teile der UN-Resolution Bedenken und sich enthalten. Jetzt aber sei die Resolution in Kraft, und man wolle, dass sie erfolgreich durchgesetzt wird, hob Merkel hervor.

Autor: Michael Wehling (afp, dapd, dpa)
Redaktion: Marion Linnenbrink