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Europa

Militär-Einsatz in Bosnien verlängert

Die Bundeswehr beteiligt sich für ein weiteres Jahr an der EU-Friedensmission in Bosnien-Herzegowina. Die Sicherheitslage wird dort zwar mittlerweile als stabil eingestuft, die innenpolitische Situation allerdings nicht.

Ein Soldat der Bundeswehr beklebt ein Fahrzeug mit dem Schriftzug EUFOR (Archivfoto: ap)

Ein Soldat der Bundeswehr rüstet ein Fahrzeug für die EUFOR-Mission "Althea" aus

Der Bundestag hat am Freitag (18.12.2009) mit großer Mehrheit den Einsatz der Bundeswehr in Bosnien-Herzegowina verlängert. Deutsche Soldaten sind bereits seit fünf Jahren im Rahmen der europäischen Mission "Althea" in dem Land stationiert.

Ein Bundeswehrsoldat bei einer Übergabezeremonie in einem Camp bei Sarajevo (Archivfoto: ap)

Ein Bundeswehrsoldat bei einer Übergabezeremonie in einem Camp bei Sarajevo

497 von 571 Abgeordneten stimmten für die Verlängerung der Mission. Dagegen votierten 66 Parlamentarier. Als einzige Partei lehnte die Linke die Mission ab.

Weniger Soldaten als bisher im Einsatz

Laut Bundestagsbeschluss sollen in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik künftig nur noch bis zu 900 deutsche Soldaten im Einsatz sein. Bislang galt eine Höchstgrenze von 2400 Soldaten. Diese wurde allerdings schon dieses Jahr bei weitem nicht ausgeschöpft.

Ein Bundeswehr-Soldat salutiert (Archivfoto: ap)

Die Obergrenze deutscher Soldaten in Bosnien-Herzegowina sinkt auf 900

In Bosnien-Herzegowina sind aktuell noch etwa 2000 internationale Soldaten im Einsatz, davon 120 Soldaten der Bundeswehr. Die Mission "Althea" der Friedenstruppe EUFOR (European Union Force) sichert den Vertrag von Dayton ab, der 1995 das Ende des Krieges in Bosnien-Herzegowina und Kroatien besiegelte. Die EU hatte Ende 2004 den bis dahin von der Nato geführten Bosnien-Einsatz übernommen. Zeitweise hatten daran bis zu 60.000 Soldaten teilgenommen. Die Kosten des Einsatzes werden für die nächsten zwölf Monate auf etwa 13 Millionen Euro geschätzt.

EU-Mission "Atalanta"

Am Donnerstag hatte der Bundestag bereits den Anti-Piraten-Einsatz der Bundeswehr vor der Küste des ostafrikanischen Krisenstaates Somalia verlängert. Deutschland beteiligt sich dort mit der Fregatte "Bremen" und 240 Soldaten an der EU-Mission "Atalanta".

Autor: Martin Schrader

Redaktion: Michael Wehling

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