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Aktuell Asien

Militärübung im Japanischen Meer

Vor dem Hintergrund der jüngsten Atomtestdrohung aus Pjöngjang starten die Verbündeten USA und Südkorea ein neues Seemanöver. Nordkoreas Machthaber Kim kündigte eine "wichtige Wende" in seiner Verteidigungspolitik an.

Südkoreanische Soldaten (Foto: Chung Sung-Jun/Getty Images)

Manöver Süd Korea Armee Soldaten Archiv

Im Dezember hatte das kommunistische Nordkorea eine Langstreckenrakete getestet. Der UN-Sicherheitsrat weitete daraufhin seine Sanktionen aus. Vor kurzem nun drohte Pjöngjang mit einem dritten Atomtest. Auch dieses Mal reagiert der Westen. Die USA und Südkorea vereinbarten für diesen Montag ein gemeinsames Marinemanöver.

Die auf drei Tage angesetzte Übung startete im Japanischen Meer nahe der südkoreanischen Hafenstadt Pohang. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Seoul erklärte, getestet werde die gemeinsame Raketen- und U-Boot-Abwehr vor dem Hintergrund potenzieller Gefahren aus Nordkorea.

Bei dem Manöver werden nach seinen Worten auch das US-Atom-U-Boot "San Francisco" sowie ein Zerstörer mit dem Aegis-Warn- und Feuerleitsystem der amerikanischen Streitkräfte eingesetzt. Die USA haben derzeit 28.500 Soldaten in Südkorea stationiert.

Nordkorea will Streitkräfte stärken

Nordkorea verurteilte das gemeinsame Seemanöver als Vorbereitung zu einem Angriff. Machthaber Kim Jong Un gab nach Berichten der Staatsmedien zudem am Sonntag neue "Richtlinien" zur Stärkung der Streitkräfte und zur Verteidigung des Landes aus. Kim habe die Anweisungen in einer "wichtigen" Abschlussrede bei einer Versammlung der maßgeblichen nordkoreanischen Militärs erteilt, meldete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.

Nordkoreas Machthaber Kim (Foto: rtr)

Nordkoreas starker Mann Kim gibt neue Direktiven aus

Atomtest vor dem 10. Februar?

Neben organisatorischen Fragen habe der Ausbau der militärischen Kapazitäten im Mittelpunkt gestanden. Einzelheiten wurden nicht genannt. Doch befeuerte der Bericht Spekulationen in Südkorea über einen unmittelbar bevorstehenden Atomtest des kommunistischen Nachbarlandes. Militärexperten und Geheimdienstmitarbeiter gehen zunehmend davon aus, dass ein solcher Versuch vor dem koreanischen Neujahrstag am 10. Februar stattfinden könnte.

se/kle (dpa, afp, ape)