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Wirtschaft

Microsoft streicht frühere Nokia-Stellen

Handys von Microsoft sind alles andere als ein Renner. Jetzt reagiert der Konzern und streicht 1.850 Stellen. Allein in Finnland verlieren 1.350 Mitarbeiter ihren Job.

In Finnland saß mit Nokia einmal der Weltmarktführer für Mobiltelefone. Nokia verkaufte seine Handysparte 2014 an Microsoft. Der Software-Konzern wollte mit eigenen Geräten für sein Windows-Betriebssystem in den Markt einsteigen. Daraus wurde ein Flop. Der Weltmarkt-Anteil des eigenen Modells Lumia, das auf Nokia zurückging, lag zuletzt bei drei Prozent.

Mit der Stellenstreichung, die größtenteils die Belegschaft in Finnland trifft, zieht Microsoft daraus weitere Konsequenzen. Schon im vergangenen Juli hatte der US-Konzern 7.800 Arbeitsplätze gestrichen und 7,6 Milliarden Dollar abgeschrieben. Die Übernahme der Nokia-Handysparte hatte seinerzeit 7,2 Milliarden Dollar gekostet.

Die Kosten für den Abbau der nun 1.850 Stellen bezifferte Microsoft mit 950 Millionen Dollar. An seinem Windows-Betriebssystem für Lumia-Smartphones hält der Konzern offenbar fest, ließ aber offen, ob künftig noch neue Geräte entwickelt werden. Die finnischen Zeitung "Helsingin Sanomat" meldete allerdings, das Unternehmen wolle ganz aus der Entwicklung und Produktion von Mobiltelefonen aussteigen.

ar/wen (rtr, dpa)

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