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Wirtschaft

Microsoft streicht 5000 Stellen

Wirtschaftskrise trifft High-Tech-Branche: Microsoft, Intel und auch der Handyproduzent Nokia vermelden starke Gewinneinbrüche für das letzte Quartal 2008 und reagieren mit massiven Stellenstreichungen.

Steve Ballmer mit ausgestreckten Zeigefinger. Er streicht mit sofortiger Wirkung 1400 Stellen

Steve Ballmer Microsoft-Konzernchef. Er legt den Finger in die Wunde: Das Unternehmen krankt aufgrund der Wirtschaftskrise

5000 Stellen wird es alleine bei Microsoft treffen - davon noch 1400 Stellen in diesem Jahr. 3600 weitere Jobs sollten im Laufe der nächsten eineinhalb Jahre gestrichen werden, verkündete Konzernchef Steve Ballmer am Donnerstag (22.01.2009). Es handelt sich um die ersten konzernweiten Kündigungen in der Geschichte des Unternehmens. Mit der Ankündigung folgte er dem Chip-Hersteller Intel nach. Dieser hatte bereits am Mittwoch (21.01.2009) bekanntgegeben, fünf ältere Fertigungsstätten schließen zu wollen. Rund 6000 Mitarbeiter seien bei Intel von den Maßnahmen betroffen, meldete die Nachrichtenagentur AP. Hintergrund der Stellenstreichungen in den weltgrößten Konzernen ihrer Branche sind die negativen Zahlen, die beiden Unternehmen vorliegen: Microsofts Gewinn ging im vierten Quartal 2008 um 11 Prozent auf 4,17 Milliarden Dollar zurück. Mit den Gewinnzahlen verfehlte der Konzern die Prognosen der Wall Street. Mit den Maßnahmen will Ballmer 1,5 Milliarden Dollar einsparen. Intel leidet unter einem Gewinneinbruch von rund 90 Prozent.

Wunderkind der Branche bleibt Apple

Junge Menschen stehen vor Verkaufsstart des neuen iPhones vor einer Verkaufsfiliale an. Die Anziehungskraft der Apple-Produkte auf seine Kunden ist bisher ungebrochen

Die Anziehungskraft der Apple-Produkte auf seine Kunden ist bisher ungebrochen

Stark vom Abwärtssog erfasst wurde auch Nokia. Im Schlussquartal 2008 brach der Nettogewinn des Handy-Weltmarkt-Führers auf nur noch 576 Millionen Euro gegenüber 1,8 Milliarden Euro ein Jahr zuvor ein. Für das laufende Jahr gab das Unternehmen eine düstere Prognose ab: Der Handy-Absatz aller Hersteller werde um zehn Prozent schrumpfen.

Diese Voraussage wird den I-Phone-Produzenten Apple wenig beeindrucken: Der Konzern unter der Leitung von Steve Jobs scheint bisher weitgehend resistent gegen die weltweite Rezession. Der erfolgsverwöhnte High-Tech-Produzent verkündete am Donnerstag (22.01.2009) trotz Wirtschaftskrise einen Rekordumsatz von erstmals über zehn Milliarden Dollar. Das Unternehmen bewies damit, dass trotz der Krise das Interesse der Verbraucher an den vergleichsweise hochpreisigen Design-Geräten bisher ungebrochen ist. (sas)

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