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Computer-Betriebssystem

Microsoft schickt Windows 7 in Rente

Für den Software-Konzern Microsoft war das Betriebssystem Windows 7 ein Erfolgsprodukt. Jetzt aber kann es die gestiegenen Anforderungen an PC-Sicherheit nicht mehr erfüllen. Ab 2020 gibt es keine Updates mehr.

Microsoft läutet den Abschied von Windows 7 ein: Der Softwarekonzern will sein betagtes Betriebssystem in drei Jahren nicht mehr unterstützen, der Support läuft aus. "Bereits bei Windows XP haben wir gesehen, dass sich Unternehmen frühzeitig mit dem Umstieg beschäftigen sollten, um spätere Risiken oder Kosten zu vermeiden", begründete Markus Nitschke, Geschäftsleiter Windows bei Microsoft Deutschland, die frühe Ankündigung.

Den heutigen Ansprüchen an moderne Technologie und Sicherheit werde das System ohnehin schon nicht mehr gerecht, so Nitschke. Das System basiert nach Angaben von Microsoft auf längst veralteten Sicherheitsarchitekturen.

Windows 7 erschien im Oktober 2009 als Nachfolger von Windows Vista, das weithin als Flop in die Geschichte einging. Im Januar lag seine Verbreitung laut StatCounter noch bei 18,08 Prozent auf PCs, Konsolen und mobilen Geräten weltweit. Das aktuelle Betriebssystem Windows 10 kommt auf eine Verbreitung von 12,54 Prozent. Auf Desktop-PCs dominiert Windows 7 mit noch größerem Abstand: Das System läuft noch auf 40,13 Prozent der Rechner, Windows 10 hat einen Anteil von 27,84 Prozent.

Immer mehr Windows-10-Nutzer

In Deutschland allerdings überholte Windows 10 (34,29 Prozent) im Januar erstmals Windows 7, das auf 33,37 Prozent aller PCs betrieben wird. 

Windows 95 (picture-alliance/dpa)

Der erste Verkaufshit von Microsoft: Windows 95

Bereits vor zwei Jahren endete der grundlegende Support von Windows 7, der im Allgemeinen fünf Jahre währt. Seitdem erhalten Nutzer zwar immer noch alle wichtigen Sicherheits-Updates, jedoch keine neue Funktionalität. Nun soll es ab dem 14. Januar 2020 auch keine Sicherheits-Updates und Aktualisierungen oder technischen Support von Microsoft geben.

Für den Vorgänger Windows Vista endet die Unterstützung des Unternehmens bereits am 11. April dieses Jahres. Die Verbreitung von Vista dürfte jedoch unerheblich sein, von StatCounter wird das System bei der Messung der Verbreitung nicht separat ausgewiesen. Der Umstieg auf ein neues System sei mit Windows 10 "so leicht wie nie", sagte Microsoft-Mann Nitschke. Zudem biete es eine Reihe integrierter Sicherheitsfunktionen.

hb/hmf (dpa, Microsoft-Pressemitteilung)