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Wirtschaft

Microsoft bietet 45 Milliarden Dollar für Yahoo

Der Softwarekonzern Microsoft will das Internet-Unternehmen Yahoo kaufen. Microsoft könnte mit der Übernahme dem Branchenführer Google im Internetgeschäft besser Paroli bieten.

Yahoo-Schild bei der Messe für Unterhaltungselektronik in Las Vegas, Quelle: AP

Yahoo-Schild bei der Messe für Unterhaltungselektronik in Las Vegas

Microsoft kann bislang nicht mithalten, Quelle: AP

Microsoft kann bei Google bislang nicht mithalten

Der weltgrößte Softwareanbieter Microsoft will den schwächelnden Internet-Konzern Yahoo kaufen. Microsoft biete für die Übernahme 44,6 Milliarden Dollar (rund 30 Milliarden Euro), teilte das Unternehmen am Freitag (01.02.2008) in Redmond mit. Microsoft bietet den Aktionären von Yahoo 31 Dollar pro Aktie. Dies ist ein deutlicher Aufschlag von 62 Prozent auf den Schlusspreis der Yahoo-Aktie vom Donnerstag. Microsoft will damit seine Position im hart umkämpften Markt der Internet-Werbung ausbauen.

Weit hinter Google

Der Kauf soll im zweiten Halbjahr abgeschlossen werden. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem allerdings zustimmen und die Yahoo-Aktionäre müssen das Angebot annehmen. Die Kosteneinsparungen sollen bei mindestens einer Milliarde Dollar liegen, teilte Microsoft mit. Die Yahoo-Aktionäre sollen zwischen einer Barauszahlung und Microsoft-Aktien wählen können. Insgesamt soll der Kaufpreis je zur Hälfte in bar und in Aktien bezahlt werden. Microsoft machte das Angebot in einem Brief an den Verwaltungsrat des Yahoo-Konzerns.

Yahoo-Chef Jerry Yang, Quelle: AP

Yahoo-Chef Jerry Yang

Microsoft und Yahoo konnten bisher bei der boomenden Internet- Werbung und im Suchmaschinengeschäft nicht zum Branchenführer Google aufschließen. Yahoo war zwar bald nach der Gründung durch Jerry Yang und seinen Kommilitonen David Filo im Jahr 1995 die Nummer eins im Internet. Inzwischen aber hat Google Yahoo bei den Werbeeinnahmen längst überholt. Google nimmt in zwei Monaten so viel Geld ein wie Yahoo in einem ganzen Jahr. Microsoft und Yahoo hätten bereits vor rund einem Jahr eine "Zusammenarbeit" geprüft, teilte der Konzern weiter mit. Im Februar 2007 habe Yahoo ein Übernahmeangebot aber abgelehnt.

Stellenabbau und Gewinneinbruch

Yahoo gilt seit geraumer Zeit als Übernahmekandidat. Das Unternehmen hatte erst am Dienstag einen erneuten Gewinneinbruch vermeldet und den Abbau von rund 1000 Stellen angekündigt. Im vergangenen Sommer war Firmenmitgründer Jerry Yang an an die Konzernspitze zurückgekehrt und hatte durchgreifende Veränderungen angekündigt.

In den vergangenen zwölf Monaten verlor die Yahoo-Aktie mehr als ein Viertel ihres Werts, während die Google-Aktie um 21 Prozent gestiegen ist. Microsoft hatte vor einigen Tagen einen Gewinn von 4,7 Milliarden Dollar für das vierte Quartal vorgelegt, ein deutlich besseres Ergebnis als erwartet. Yahoo-Aktien legten nach der Ankündigung im vorbörslichen Handel um 53 Prozent zu. (stu)

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