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Aktuell Deutschland

Michael Müller neuer Regierender Bürgermeister von Berlin

Nach mehr als 13 Jahren ist in Berlin eine Ära zu Ende gegangen: Der bisherige Senator tritt in die Fußstapfen von Klaus Wowereit. Bis zur Abgeordnetenhauswahl 2016 hat Müller Zeit, sich zu bewähren.

Der SPD-Politiker Michael Müller ist Berlins neuer Regierender Bürgermeister. Der bisherige Stadtentwicklungssenator wurde zum Nachfolger von Klaus Wowereit (SPD) gewählt, der nach mehr als 13 Jahren im Amt zurückgetreten war. Auf Müller entfielen 87 Stimmen, mit Nein votierten 58 Abgeordnete, es gab eine Enthaltung. Damit erreichte der 50 Jahre alte Politiker bereits im ersten Wahlgang die erforderliche absolute Mehrheit.

Müller erhielt zwei Stimmen mehr, als die SPD/CDU-Koalition im Abgeordnetenhaus Mandate hat. Im Vorfeld hatte die Piraten-Fraktion angekündigt, dass es aus ihren Reihen Unterstützung für Müller geben werde.

Zwei Ressorts neu besetzt

Zwei Ressorts in Müllers Senatsmannschaft werden neu besetzt: Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) folgt auf Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos), Andreas Geisel (SPD) übernimmt von Müller das Ressort für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt.

Klaus Wowereit umarmt seinen Nachfolger Michael Müller (Foto: Reuters/F. Bensch)

Klaus Wowereit umarmt seinen Nachfolger

Der neue Regierungschef nimmt bereits kurz nach seiner Wahl an der Konferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zur Neuregelung des Länderfinanzausgleiches teil. Berlin ist bislang als größter Profiteur aus dem Ausgleich, allein 2013 flossen daraus 3,3 Milliarden Euro nach Berlin.

"Ich bin ein fröhlicher Mensch"

Am Morgen hatte sich Wowereit in einem ZDF-Interview frustriert über die Lage am Pannenflughafen BER gezeigt. Dass der für 2012 geplante Eröffnungstermin verschoben werden musste, sei "schon schlimm genug" gewesen, so Wowereit. Dass es aber immer noch keinen Eröffnungstermin gebe, "das ärgert mich richtig".

Trotz des Flughafen-Debakels zog Wowereit eine selbstbewusste Bilanz seiner Amtszeit. "Ich war sicher auch der richtige Bürgermeister zur richtigen Zeit", sagte der 61-Jährige. Und zu seinen oft belächelten Party-Aktivitäten bemerkte er: "Das war vielleicht ein bisschen too much. Aber unterm Strich hat's der Stadt geholfen und mir vielleicht nicht so sehr geschadet...Ich bin ein fröhlicher Mensch."

sti/cr (dpa, afp)