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Pressemitteilungen

Michael Heise: Europäische Zentralbank hat mehr Gewicht für weltwirtschaftliche Entwicklung bekommen

Chefvolkswirt der Allianz Group im Interview von DW-TV

Die europäische Zentralbank hat gegenüber der US-Notenbank "mehr Gewicht für die weltwirtschaftliche Entwicklung bekommen. Die Zinsen bei uns sind etwas eigenständiger geworden gegenüber früheren Zeiten. Das haben wir der großen Währung Euro zu verdanken." Das sagte der Chefvolkswirt der Allianz Group (München), Michael Heise, in einem Interview von DW-TV. Mit Blick auf den neuen Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, der am 1. Februar sein Amt antritt, erwartet Heise keinen "dramatischen Wechsel" im Vergleich zu Vorgänger Alan Greenspan: "Er wird die Zinsen weiter leicht anheben, so, wie es die US-Konjunktur gerade noch verträgt. Das hätte auch Greenspan gemacht."

Zur Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt erklärte Heise, die sehr kalte Witterung habe die Entwicklung beeinträchtigt. Die Grundtendenz sei "deswegen aber nicht negativ. Ich glaube, der leichte Rückgang der Arbeitslosigkeit wird sich von der Grundtendenz auch fortsetzen." Die Kräfte der Konjunktur würden sich im Laufe des Jahres "etwas verstärken. Langfristig muss natürlich viel mehr geschehen in Deutschland." Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung reiche nicht, "um uns dauerhaft auf einen höheren Wachstumspfad zurückzubringen. Hier sind noch gewaltige Reformen gerade im Bereich des Arbeitsmarktes, der Sozialpolitik und des Steuersystems erforderlich", so Heise im deutschen Auslandsfernsehen.
31. Januar 2006
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