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Aktuell Amerika

Mexikos Armee macht Riesen-Drogenfund

Mexikanische Militärs haben der organisierten Drogenkriminalität den bisher schwersten Schlag versetzt - mit Abstand. Noch nie wurde eine solche Menge an Drogen sichergestellt.

Bewaffneter Soldat mit geöffneten Fässern (Foto: dapd)

Mexikanische Armee beschlagnahmt 15 Tonnen Drogen

Der zuständige General Gilberto Hernández sprach von einem "historischen" Erfolg: Bei einer Razzia in einem Drogenlabor seien Soldaten 15 Tonnen Metamphetamin und anderer Substanzen in die Hände gefallen. Das ist ein Drittel der seit 2006 in Mexiko beschlagnahmten Drogen. Ein Sprecher der US-Drogenbehörde erklärte, diese Menge wäre auf dem Schwarzmarkt in den USA mehr als vier Milliarden Dollar Wert - das sind umgerechnet drei Milliarden Euro. "Wenn wir so viel aus der Versorgungskette herausnehmen, ist das ein großer Schlag", fügte Drogenexperte Rusty Payne hinzu.

Anonyme Hinweise

Soldat auf einem Dach bewacht Gebäude (Foto: dapd)

Mexikanischer Soldat im 'Anti-Drogen-Krieg'

Schwerkriminelle hatten das Drogenlabor auf einer Ranch im westlichen Bundesstaat Jalisco versteckt. Wie jetzt bekannt wurde, erfolgte der Zugriff bereits am vergangenen Dienstag in der Nähe der Ortschaft Tlajomulco de Zuñiga. In den Produktionsräumen wurden neben einer Reihe chemischer Grundsubstanzen auch Apparaturen zur Herstellung synthetischer Drogen sichergestellt.

Der Razzia vorangegangen waren anonyme Hinweise. Festnahmen soll es aber keine gegeben haben - es sei niemand auf der Ranch gewesen. Der mexikanischen "Anti-Drogenkrieg" hatte im Jahr 2006 begonnen. Seither wurden nach offiziellen Angaben fast 650 Drogenlabore ausgehoben und mehr als 45 Tonnen Metamphetamin beschlagnahmt.

Die Europäische Union will Mexiko weiter im Kampf gegen die organisierte Kriminalität unterstützen. Dies sicherte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton dem mexikanischen Präsidenten Felipe Calderón bei einem Treffen in Mexiko-Stadt zu. Sie kündigte an, die EU werde die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen mit Mexiko über Europol erleichtern.

Bei einer Pressekonferenz mit der mexikanischen Außenministerin Patricia Espinosa äußerte sich Ashton auch zu der Frage, ob Mexiko für Touristen gefährlich sei. Sie erklärte, die EU werde ihren Mitgliedsstaaten nicht empfehlen, Reisewarnungen für Mexiko herauszugeben.

hp/gmf (dpa, dapd, afp)